Laserdruck

Laserdruck bezeichnet im Etikettendruck das elektrofotografische Druckverfahren, bei dem ein Laserdrucker mithilfe eines Laserstrahls Toner auf das Etikettenmaterial überträgt und durch Hitze dauerhaft fixiert. Technisch handelt es sich um ein digitales Matrixdruckverfahren, bei dem stets eine komplette Seite in einem einzigen Durchlauf belichtet und gedruckt wird.

Die Grundlage bildet das Xerografie-Prinzip: Eine Bildtrommel wird zunächst vollflächig elektrostatisch aufgeladen und anschließend durch den Laserstrahl an den zu bedruckenden Stellen selektiv entladen. An diesen entladenen Bereichen haftet der Toner, der danach mit Druck und hoher Temperatur – im Fixierprozess bis zu etwa 180 °C – auf das Etikettenmaterial übertragen und mit ihm verschmolzen wird. Neben klassischen Laserdruckern nutzen auch LED-Drucker dieses identische elektrofotografische Verfahren; sie werden im allgemeinen Sprachgebrauch ebenfalls als Laserdrucker bezeichnet. Im Etikettendruck zählt Laserdruck gemeinsam mit dem Tintenstrahldruck zur Gruppe der Digitaldruckverfahren und kommt ohne Druckplatten aus, da die Daten direkt aus der Druckdatei auf das Etikett übertragen werden.

Für den Etikettendruck ist das Verfahren aus mehreren Gründen bedeutsam. Die erreichbare Auflösung liegt typischerweise zwischen 600 und 1.200 dpi, bei Hochleistungsgeräten bis zu 2.400 dpi, was ein präzises Druckbild ermöglicht. Der fertige Druck ist wischfest und haltbar, da der Toner thermisch mit dem Substrat verschmolzen wird. Farblaserdrucker ermöglichen zudem CMYK-Farbdruck für anspruchsvollere Etikettenanwendungen.

Entscheidend ist dabei die Materialwahl: Nur ausdrücklich als laseretiketten deklarierte Materialien sind für dieses Verfahren geeignet. Ihr Trägermaterial, ihr Obermaterial und ihr Klebstoff müssen die hohen Fixiertemperaturen schadlos überstehen. Neben Papieretiketten gibt es speziell freigegebene Folienetiketten für den Laserdruck; diese dürfen nicht mit Tintenstrahldruckern bedruckt werden. Das Flächengewicht handelsüblicher Laseretiketten liegt üblicherweise bei 130 bis 140 g/m², weshalb am Drucker entsprechende Medieneinstellungen – etwa „dünner Karton 160 g/m²“ – zu wählen sind. Die Duplexfunktion sollte beim Bedrucken deaktiviert bleiben, und Bögen, von denen bereits Etiketten abgezogen wurden, dürfen nicht erneut eingelegt werden, da sich verbliebene Etiketten im Gerät lösen und dieses beschädigen können.

Ein weiteres praktisches Merkmal des Laserdrucks ist die ausschließliche Verarbeitung von Bogenware statt Endlosmaterial, was Einzeletiketten aus teilweise genutzten Bögen ausschließt. Für Anwender bietet das Verfahren dennoch einen wirtschaftlichen Einstieg in den Etikettendruck in Kleinserien – etwa für Versand- oder Adressetiketten –, ohne in spezialisierte Etikettendrucksysteme investieren zu müssen.