Ein interner Aufwickler ist eine im Gehäuse eines Etikettendruckers fest integrierte mechanische Einheit, die bedruckte Etiketten oder das Trägermaterial nach dem Druckvorgang wieder in das Gerät zurückführt und dort auf einer Aufwickelwelle zu einer neuen Rolle aufwickelt. Er kann entweder bereits ab Werk verbaut oder als Zubehörteil nachgerüstet werden. In der englischsprachigen Fachliteratur wird er auch als „Internal Rewinder“ bezeichnet.
Im Betrieb ersetzt der interne Aufwickler die bei Druckern mit Spendefunktion übliche Spendekante durch ein Umlenkblech, das den Materialbahn-Verlauf zurück in das Druckergehäuse leitet. Dort übernimmt eine motorisch angetriebene Aufwickelwelle das Material und wickelt es synchron zum Vorschub des Druckers auf. Viele Ausführungen verwenden dreiteilige Spreizachsen, die das Material wahlweise mit oder ohne Pappkern aufnehmen und ein einfaches Entnehmen der fertigen Rolle ermöglichen. Typische Vertreter sind industrielle Thermo- und Thermotransfer-Etikettendrucker, etwa aus den Serien cab A+ oder SQUIX, bei denen interne Aufwickler als Option erhältlich sind. Da die Aufwickeleinheit im Inneren des Geräts sitzt, ist bei geöffneter Rückwand Vorsicht geboten: Hersteller weisen ausdrücklich auf die Gefahr durch freiliegende spannungsführende Teile hin, sodass die einschlägigen Sicherheitsanforderungen zu beachten sind.
Für den Etikettendruck ist der interne Aufwickler vor allem dann relevant, wenn Etiketten nicht direkt am Druckort angebracht, sondern vorab zentral vorgedruckt und später an anderen Stationen weiterverarbeitet werden sollen. Das Gerät erzeugt dabei fertige Etikettenrollen, die anschließend in Etikettenspendern oder Applikationsanlagen eingesetzt werden können, ohne dass der Drucker selbst am Einsatzort stehen muss. Je nach Konfiguration lässt sich entweder das vollständige Etikettenmaterial oder nur das Trägermaterial aufwickeln, was unterschiedliche Weiterverarbeitungsszenarien ermöglicht. Gegenüber einem externen Aufwickler, der als separates Gerät neben dem Drucker montiert wird, bietet die interne Variante eine kompaktere Lösung, da kein zusätzlicher Stellplatz benötigt wird. Für Käufer eines solchen Druckers ist zudem die Ausführung der Aufwickelachse ein praxisrelevantes Auswahlkriterium: Je nachdem, ob die Spreizachse Pappkerne voraussetzt oder kernloses Aufwickeln erlaubt, ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an das eingesetzte Etikettenmaterial und die nachgelagerte Logistik.