Antiblock bezeichnet eine Beschichtung oder Additivierung, die das Aneinanderhaften von Materialoberflächen verhindert. Im Kern handelt es sich um ein Trenn- und Verschleißschutzmittel, das speziell dafür entwickelt wurde, das Verkleben von Folienschichten untereinander zu verhindern – sowohl während des Produktionsprozesses als auch am fertigen Endprodukt.
Die technische Wirkung basiert auf einer mikrorauen Oberfläche, die durch den Einsatz kleiner mineralischer Partikel erzeugt wird. Diese Partikel reduzieren die tatsächliche Kontaktfläche zwischen zwei Lagen, sodass die Oberflächen sich nicht vollflächig berühren und damit nicht aneinanderhaften können. Als funktionaler Nebeneffekt verbessert Antiblock zugleich die Gleitfähigkeit der behandelten Oberfläche. Die Beschichtung kann entweder bereits im Herstellungsprozess auf das Trägermaterial aufgebracht werden oder nachträglich auf das fertige Endprodukt. Herstellerangaben zufolge kann die antihaftende Wirksamkeit dabei bis zu zwei Jahre erhalten bleiben.
Für den Etikettendruck ist Antiblock vor allem bei Folienetiketten von Bedeutung. Folienmaterialien neigen aufgrund ihrer glatten Oberfläche und der dabei entstehenden großen Kontaktflächen stärker zum Zusammenhaften als Papiermaterialien. Das betrifft insbesondere Verbundfolien und mehrlagige Folienkonstruktionen, wie sie etwa bei Schutzetiketten oder industriellen Kennzeichnungslösungen eingesetzt werden. Wenn Folienschichten während der Lagerung, des Transports oder der maschinellen Verarbeitung aneinanderkleben, entstehen Produktionsunterbrechungen, Ausschuss und im schlimmsten Fall Beschädigungen am Etikettenmaterial selbst.
Antiblock wirkt diesem Problem direkt entgegen. Für Etikettenhersteller bedeutet das eine stabilere Verarbeitung in der Produktion, weil Folienbahnen sauber voneinander getrennt geführt werden können. Für Käufer und Anwender von Folienetiketten verbessern sich Lagerstabilität und Verarbeitbarkeit: Etikettenrollen oder -stapel lassen sich leichter und störungsfreier handhaben, ohne dass einzelne Lagen zusammenkleben. Besonders bei kratzempfindlichen Materialien erfüllt Antiblock zudem eine Schutzfunktion, indem es mechanische Wechselwirkungen zwischen den Lagen minimiert.
Da für Antiblock im Etikettendruck keine konkreten Normen oder gesetzlichen Vorschriften aus den verfügbaren Quellen belegbar sind, sollte bei konkreten Anforderungen – etwa in regulierten Branchen – die Eignung der jeweiligen Beschichtung direkt mit dem Materiallieferanten abgestimmt werden.