ASK (Amplitude Shift Keying)

ASK steht für Amplitude Shift Keying und bezeichnet ein digitales Modulationsverfahren aus der Nachrichtentechnik. Dabei wird die Amplitude eines sinusförmigen Trägersignals in diskreten Stufen verändert, um digitale Daten zu übertragen, während Trägerfrequenz und Trägerphase konstant bleiben. ASK ist kein Druckverfahren, sondern eine Methode der drahtlosen Datenkommunikation, die im Kontext von RFID-Systemen auch in der Etikettierungstechnik eine Rolle spielt.

In der einfachsten Ausprägung, der binären ASK oder 2-ASK, werden genau zwei Amplitudenstufen verwendet: Eine hohe Amplitude repräsentiert eine logische „1″, eine niedrige oder vollständig abgeschaltete Amplitude eine logische „0″. Diese Sonderform, bei der der Träger vollständig ein- und ausgeschaltet wird, wird als On-Off-Keying (OOK) bezeichnet. Darüber hinaus existieren Varianten mit mehr als zwei Amplitudenstufen, sogenannte M-ASK-Verfahren, bei denen mehrere Bits pro Übertragungssymbol kodiert werden. Technisch umgesetzt wird ASK durch einen Modulator auf der Senderseite, der die Trägeramplitude entsprechend dem digitalen Datenstrom umschaltet, sowie durch einen Demodulator oder Hüllkurvendemodulator auf der Empfängerseite, der aus der empfangenen Amplitude wieder die ursprünglichen digitalen Daten gewinnt. Im Vergleich zu anderen Modulationsarten wie FSK oder PSK gilt ASK als verhältnismäßig einfach und kostengünstig implementierbar, ist jedoch anfälliger gegenüber Rauschen und Signalstörungen.

Für den Etikettendruck ist ASK relevant, weil sogenannte Smart Labels oder RFID-Etiketten einen integrierten elektronischen Transponder enthalten, der über einen HF-Träger mit einem Lesegerät kommuniziert. ASK ist dabei eine der möglichen Modulationsarten, über die Daten wie Seriennummern, Produktions- oder Logistikinformationen zwischen Transponder und Reader übertragen werden. Das Modulationsverfahren ist in diesem Zusammenhang Teil der RFID-Elektronik und betrifft damit die Funktionalität des Etiketts als Datenträger, nicht jedoch den eigentlichen Druckprozess auf Papier oder Folie. Für Etikettenanwender bedeutet dies konkret: Wer RFID-Etiketten beschafft oder einsetzt, sollte wissen, welches Modulationsverfahren das jeweilige System verwendet, da dies die Kompatibilität zwischen Transponder und Lesegerät beeinflusst und sich auf die Zuverlässigkeit der Datenübertragung auswirken kann – insbesondere in störungsreichen Industrieumgebungen, wo die vergleichsweise geringere Störsicherheit von ASK gegenüber anderen Verfahren abgewogen werden muss. ASK ist somit kein Begriff der Druckmaterialien oder Druckmaschinen, sondern der RFID-Kommunikationsschicht, auf der smarte Etiketten ihre Kennzeichnungsdaten bereitstellen.