Die Blackmark-Kontrolle bezeichnet im Etikettendruck die sensorische Überwachung schwarzer Markierungen – sogenannter Blackmarks – auf dem Etiketten- oder Trägermaterial. Drucker und Etikettiermaschinen nutzen diese Markierungen, um den Beginn und das Ende einzelner Etiketten präzise zu erfassen und den Druck- sowie Spendervorgang zuverlässig zu steuern.
Technisch funktioniert das System über einen optischen Blackmark-Sensor, der in der Regel als Reflexionssensor ausgeführt ist und auf den Kontrast der schwarzen Markierung zum Trägermaterial reagiert. Die Blackmark selbst ist meist ein schwarzer Strich oder eine schwarze Fläche, die auf die Rückseite des Trägermaterials zwischen den einzelnen Etiketten gedruckt wird. Alternativ kann sie auch auf der Oberseite des Etiketts angebracht sein, abhängig von den Anforderungen der jeweiligen Maschine. Moderne Etikettendrucker verfügen standardmäßig über einen solchen Blackmark-Sensor. Die Maschinensteuerung wertet das Sensorsignal aus, ermittelt daraus den bedruckbaren Bereich und steuert Vorschub, Positionierung und Länge der Etikettenbahn so, dass der Druck stets an exakt derselben Stelle sitzt und nicht versehentlich auf das Trägerpapier gelangt. Position, Größe und Anzahl der Blackmarks richten sich dabei nach den spezifischen Anforderungen der eingesetzten Maschine.
Für den Etikettendruck ist die Blackmark-Kontrolle vor allem dort relevant, wo herkömmliche Durchlichtsensoren an ihre Grenzen stoßen. Diese Sensoren erkennen Etiketten normalerweise anhand des Unterschieds in der Lichtdurchlässigkeit zwischen Etikett und Trägermaterial. Bei transparenten Etiketten ist dieser Unterschied jedoch nicht zuverlässig messbar, weshalb hier die Blackmark als eindeutiges Erkennungsmerkmal eingesetzt wird. Da vollständig transparente Etiketten stets aus Kunststofffolie – typischerweise PVC, Polyester oder Polyurethan – gefertigt werden, betrifft dies in der Praxis nahezu alle Folienetiketten auf Rollen. Der Druck der Blackmark stellt für den Etikettenhersteller einen zusätzlichen Bearbeitungsschritt dar, der in Kalkulation und Produktion eingeplant werden muss. Für den Anwender bedeutet die Blackmark-Kontrolle eine zuverlässige Bahnsteuerung auch bei schwierigen Materialien, die Fehlpositionierungen des Drucks selbst bei großen Auflagen verhindert. Wer Etiketten für Maschinen mit Blackmark-Sensor bestellt, muss bei der Bestellung zwingend die gerätespezifischen Vorgaben zu Lage, Breite und Anzahl der Blackmarks angeben, damit Etikett und Maschine kompatibel sind. Fehlt diese Abstimmung, kann der Drucker oder die Etikettiermaschine den Etikettenbeginn nicht korrekt erkennen, was zu Fehlbedruckungen oder Störungen im Spendeprozess führt.