Der Begriff „Hex-Farbe“ bezeichnet die hexadezimale Schreibweise eines RGB-Farbwerts, üblicherweise im Format `#RRGGBB`. Dabei kodieren sechs Zeichen – aufgeteilt in drei zweistellige Paare – die Anteile der Grundfarben Rot, Grün und Blau eines digitalen Farbtons. Jedes dieser Paare steht für einen Wert zwischen `00` und `FF`, was dezimal 0 bis 255 entspricht.
Technisch beginnt ein Hex-Farbcode stets mit dem Rautezeichen `#`, gefolgt von den drei Kanalpaaren in fester Reihenfolge: Rot, Grün, Blau. Das reine Weiß lautet demnach `#FFFFFF`, reines Schwarz `#000000`. Diese Notation ist in Grafiksoftware, Layout-Programmen und Webdesign-Werkzeugen weit verbreitet, weil sie eine eindeutige, maschinenlesbare Farbangabe ermöglicht, die sich ohne Interpretationsspielraum digital übertragen und verarbeiten lässt. Hex-Farben sind damit ein Standardwerkzeug der digitalen Farbkommunikation, insbesondere in der Phase der gestalterischen Konzeption und Softwareentwicklung.
Für den Etikettendruck ergibt sich aus dieser Eigenschaft jedoch eine wichtige Einschränkung: Hex-Farben beschreiben Farben im RGB-Farbraum, der auf der additiven Farbmischung von Licht basiert und auf Bildschirmen funktioniert. Druckverfahren – und damit auch der Etikettendruck – arbeiten hingegen mit subtraktiver Farbmischung im CMYK-Farbraum, der die Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz) kombiniert. Ein Hex-Wert muss daher vor der drucktechnischen Umsetzung in CMYK-Werte umgerechnet werden. Diese Umrechnung ist nicht verlustfrei: Nicht jede im RGB-Raum darstellbare Farbe lässt sich im CMYK-Farbraum exakt reproduzieren, was bei der Druckvorbereitung von Etiketten berücksichtigt werden muss.
Für Etikettenbesteller und -hersteller bedeutet das konkret: Ein Hex-Wert ist ein geeigneter Ausgangspunkt für die digitale Gestaltung eines Etiketts und dient als klare Referenz in der Kommunikation zwischen Auftraggeber und Druckdienstleister. Als alleinige Farbspezifikation für den Druck reicht er jedoch nicht aus. Wer ein Etikett drucken lässt, sollte die Farben zusätzlich in CMYK angeben oder die Konvertierung mit dem Druckdienstleister abstimmen, um sicherzustellen, dass das Druckergebnis dem digitalen Entwurf möglichst nahekommt. Der Hex-Wert fungiert in der Praxis also als digitaler Referenzwert in der Designphase, nicht als vollständige drucktechnische Spezifikation.