Die LAMS-Schicht – kurz für „Laser Ablation Mask System“-Schicht – ist eine schwarze, laserabtragbare Maskenschicht, die auf Photopolymer-Druckplatten aufgebracht wird, wie sie im Flexodruck zum Einsatz kommen. Sie dient als selektiv entfernbare Zwischenschicht, die vor der eigentlichen Plattenverarbeitung gezielt abgetragen wird, um die darunterliegende Photopolymeroberfläche für den anschließenden Belichtungs- und Waschprozess freizulegen.
Im Arbeitsablauf der Plattenvorstufe wird die schwarze LAMS-Schicht mithilfe eines Niedrigenergielasers zweidimensional abgetragen – also flächig dort entfernt, wo später die druckenden Elemente entstehen sollen. Dieser Vorgang basiert auf dem Prinzip der Laserablation, bei der Oberflächenmaterial durch einen fokussierten Laserstrahl materialabtragend entfernt wird. Die freigelegten Bereiche des Photopolymers werden anschließend durch UV-Belichtung ausgehärtet und die verbleibenden, nicht belichteten Bereiche ausgewaschen, sodass die fertige Reliefdruckform entsteht. Wichtig ist die Abgrenzung zur Direktgravur: Während die LAMS-Methode auf der zweidimensionalen Abtragung einer Maskenschicht beruht, erlaubt die Direktgravur eine unmittelbare dreidimensionale Formgebung der Hochdruckform durch den Laser. Die LAMS-Schicht ist damit kein Druckverfahren im engeren Sinne, sondern ein definierter Schritt in der Herstellung von Flexo-Druckplatten.
Für den Etikettendruck ist dieser Begriff im Bereich der Druckformherstellung relevant. Flexodruck ist eines der verbreitetsten Verfahren für die Produktion von Etiketten und Verpackungen, und die Qualität der eingesetzten Druckplatte hat unmittelbaren Einfluss auf das spätere Druckergebnis. Wer als Etikettenhersteller oder -drucker mit Photopolymerplatten arbeitet, begegnet dem LAMS-Verfahren in der Plattenvorstufe. Das Verständnis dieses Prozesses ist insbesondere dann hilfreich, wenn Entscheidungen über die Plattenherstellungsmethode getroffen werden – etwa ob LAMS-basierte Photopolymerplatten oder Direktgravurplatten eingesetzt werden sollen. Für Etikettenk äufer hingegen ist die LAMS-Schicht ein Begriff, der im Hintergrund der Plattenproduktion wirkt; direkte Auswirkungen auf Etiketteneigenschaften oder Spezifikationen lassen sich aus den verfügbaren Fachquellen nicht ableiten. Für Fachleute in der Druckvorstufe und Plattenherstellung ist das LAMS-Prinzip jedoch ein technisch präziser Begriff, der eine klar abgegrenzte Methode der Druckformvorbereitung im Flexodruck beschreibt.