Matrixdruck bezeichnet ein zeichenorientiertes Impact-Druckverfahren, bei dem das Druckbild aus einer Vielzahl einzelner Punkte zusammengesetzt wird. In der industriellen Praxis und im Etikettenbereich steht der Begriff fast ausschließlich für den Nadel-Matrixdruck, bei dem ein Druckkopf mit typischerweise 9, 18 oder 24 Nadeln durch ein Farbband auf das Substrat schlägt und so die Farbe punktuell überträgt. Im technisch weiteren Sinne zählen auch Tintenstrahl- und Laserdruckverfahren zur Kategorie Matrixdruck, da sie ebenfalls Punktmatrizen nutzen – im Etikett- und Kennzeichnungsbereich ist mit dem Begriff jedoch nahezu immer der Nadel- bzw. Impactdrucker gemeint.
Das Funktionsprinzip basiert auf Elektromagneten, die einzelne Nadeln im Druckkopf ansteuern und gegen ein Farbband schießen. Die Nadeln übertragen dabei Farbpunkte auf das darunter liegende Material und bauen Zeichen sowie einfache Grafiken schrittweise auf. Der Druckkopf bewegt sich horizontal über das Substrat, während die Nadeln zeilenweise aktiviert werden. Die Druckleistung wird in cps (characters per second) angegeben. Eine besondere Variante ist der Zeilenmatrixdrucker, der mit kleinen Hämmern arbeitet und für sehr hohe Druckleistungen im industriellen Dauerbetrieb ausgelegt ist.
Für den Etikettendruck ist der Matrixdruck aus mehreren Gründen relevant. Das mechanische Einprägen der Farbe über das Farbband erzeugt eine besonders gute Verankerung der Druckfarbe auf der Etikettenoberfläche, was die Bedruckung vergleichsweise robust gegen Abrieb macht. Dieser Vorteil kommt vor allem bei funktionalen Kennzeichnungsetiketten zum Tragen, etwa für Lager, Versand oder Logistik, wo Haltbarkeit wichtiger ist als gestalterische Qualität. Ein weiterer praktischer Vorteil liegt in der Fähigkeit, mehrlagige Belege gleichzeitig zu bedrucken: Da der Druckkopf mechanisch auf das Material einwirkt, können Originale und Durchschläge in einem einzigen Durchgang entstehen – relevant überall dort, wo Etiketten und begleitende Formulare gemeinsam produziert werden.
Da das Druckbild zeichenorientiert und variabel erzeugt wird, eignet sich der Matrixdruck gut für Etiketten mit wechselnden Inhalten wie Preisen, fortlaufenden Nummern oder Datumsangaben. Die Grenzen des Verfahrens liegen in der Druckqualität: Das Bild ist sichtbar punktförmig und technisch geprägt, sodass Matrixdruck für hochwertige Produktetiketten mit anspruchsvoller Grafik oder fotorealistischen Darstellungen nicht geeignet ist. Wer Matrixdruck-Etiketten einsetzt, erhält funktionale, beständige Beschriftungen – für Marketingetiketten werden hingegen andere Druckverfahren wie Flexo- oder Digitaldruck bevorzugt.