Metallisierte bzw. alubedampfte Folien und Papiere sind Trägermaterialien für Etiketten, deren Oberfläche im Vakuumverfahren mit einer hauchdünnen Aluminiumschicht bedampft oder mit einer dünnen Aluminiumfolie kaschiert wird. Als Trägermaterialien dienen dabei Kunststofffolien wie PET, PP, PE oder PVC sowie verschiedene Etikettenpapiere. Das Ergebnis ist eine metallisch glänzende Oberfläche, die zugleich die Barriereeigenschaften des Materials gegenüber Licht, Sauerstoff und Feuchtigkeit verbessert.
Bei der Vakuummetallisierung – auch Alubedampfung genannt – wird Aluminium in einer Vakuumkammer verdampft und schlägt sich als extrem dünne Schicht auf der Folie oder dem Papier nieder. Beim Kaschierverfahren hingegen wird eine separate Aluminiumfolie auf das Trägermaterial auflaminiert. Beide Verfahren lassen sich anschließend weiterverarbeiten: Die metallisierten Materialien können im Flexo-, UV-Flexo-, Offset-, Digital- oder Thermotransferdruck bedruckt werden, wobei die metallisierte Oberfläche spezifische Anforderungen an Druckfarben, Maschinenparameter und Trocknungsverhalten stellt. Ergänzend kommt in der Etikettenveredlung auch die Heißfolienprägung zum Einsatz, um partielle Metallic-Effekte mit Gold-, Silber- oder farbigen Folien zu erzeugen.
Für den Etikettendruck sind metallisierte Materialien in zwei wesentlichen Bereichen relevant. Zum einen bieten sie einen ausgeprägten Metallic-Glanz, der im Konsumgüterbereich – insbesondere bei Kosmetik, Premium-Lebensmitteln und Getränken – zur Markenpositionierung und Differenzierung am Point of Sale eingesetzt wird. Metallisierte Papieretiketten eignen sich dabei vor allem für hochwertige, optisch anspruchsvolle, aber weniger stark beanspruchte Anwendungen. Zum anderen überzeugen metallisierte Folienartikel durch ihre funktionalen Eigenschaften: Folienetiketten aus PET, PP oder PE sind reißfester und beständiger gegen Chemikalien, Öle, Abrieb und Witterungseinflüsse als Papiervarianten und werden daher für Typenschilder, technische Kennzeichnungen sowie industrielle Anwendungen in der Maschinen-, Elektro- und Automobilbranche bevorzugt.
Für Etikettendruckereien bedeutet die Verarbeitung metallisierter Materialien, dass Druckfarben und Maschineneinstellungen auf die besondere Oberfläche abgestimmt sein müssen. Als Rollenware erfordern diese Etiketten präzises Stanzen und Wickeln, um in automatischen Hochgeschwindigkeitsspendern zuverlässig zu laufen. Für Etikettenanwender ist die Kompatibilität mit dem eingesetzten Drucksystem – etwa abgestimmte Thermotransfer-Farbbänder für metallisierte Folien – ebenso zu prüfen wie die Eignung des Materials für Lebensmittelkontaktanwendungen, für die entsprechende Herstellerzertifikate vorliegen müssen.