Opake Folie bezeichnet im Etikettendruck eine lichtundurchlässige, nicht durchscheinende Folie. Der Begriff „opak“ ist das direkte Gegenstück zu transparent oder transluzent und beschreibt die vollständige Undurchsichtigkeit eines Materials. Eine opake Folie verhindert, dass Licht hindurchdringt und der darunterliegende Untergrund sichtbar wird.
Technisch wird die Opazität im Etikettenverbund auf zwei grundsätzliche Arten erreicht: Entweder kommt eine speziell blickdichte Folie zum Einsatz, oder eine opake Beschichtung bzw. Schicht im Verbund sorgt für die nötige Deckkraft. In der Praxis besteht ein solcher Etikettenverbund typischerweise aus einer blickdichten Unterschicht und einer bedruckbaren Oberschicht. Alternativ kann auch ein eingefärbter Klebstoff zur Erzeugung der Opazität beitragen. Als konkrete Materialbeispiele sind Papieretiketten mit opaker Sperrschicht sowie blickdichte Folien- und Rückseitenbeschichtungen in Farben wie Blau oder Schwarz bekannt. Als Druckverfahren eignet sich für opake Etiketten unter anderem der Thermotransferdruck. Auf spezifische Normen oder gesetzliche Vorschriften, die opake Folien im Etikettendruck regulieren, verweisen die verfügbaren Quellen nicht.
Für den Etikettendruck ist die opake Folie vor allem dort relevant, wo eine hohe Deckkraft zwingend erforderlich ist. Der häufigste Anwendungsfall ist das Überetikettieren beziehungsweise Umetikettieren bereits fertig gekennzeichneter Produkte. Opake Etiketten werden gezielt eingesetzt, um alte, fehlerhafte oder überflüssige Informationen zuverlässig abzudecken. Dazu zählen beispielsweise Druckfehler, abweichende Sprachversionen, veraltete Preisangaben, Barcodes oder sonstige vorhandene Markierungen, die unter dem neuen Etikett nicht mehr erkennbar sein dürfen. Entscheidend ist dabei, dass das Etikett so ausgeführt ist, dass weder der ursprüngliche Aufdruck noch der Untergrund durch das neue Etikett hindurchscheint.
Für Hersteller bedeutet der Einsatz opaker Etiketten eine effiziente Möglichkeit zur Nachkennzeichnung, ohne Produkte aufwendig neu zu produzieren oder Verpackungen zu ersetzen. Käufer und Anwender erhalten mit opaken Folienettiketten eine Lösung, die eine schnelle Korrektur oder Aktualisierung von Kennzeichnungen ermöglicht, sobald der Untergrund nicht sichtbar bleiben darf. Die Materialwahl zugunsten einer opaken Folie ist damit immer dann geboten, wenn Lichtundurchlässigkeit keine optionale, sondern eine funktionale Anforderung darstellt.