Ein permanenter Klebstoff im Etikettendruck ist ein Haftklebstoff, bei dem das aufgebrachte Etikett bei einer definierten Klebkraftstufe nicht rückstandsfrei und nicht unzerstört vom Untergrund entfernt werden kann. Die technischen Anforderungen an diese Klebstoffart sind in der DIN 30646:1992 „Selbstklebende Schilder“ normativ festgelegt, die mangels speziellerer Standards in der Praxis auch auf Etiketten angewendet wird. Der Gegenbegriff ist der ablösbare Klebstoff, bei dem eine rückstandsfreie Entfernbarkeit innerhalb von zwei Jahren ohne Untergrundschädigung gefordert wird.
Ein selbstklebendes Etikett mit permanentem Klebstoff besteht aus drei Schichten: dem Obermaterial aus Papier oder Folie, das den Druck trägt, der permanenten Klebstoffschicht auf der Rückseite sowie einem silikonisierten Trägermaterial, das den Verbund bis zur Verarbeitung schützt. Als Klebstoffsysteme kommen vor allem Acrylat-Klebstoffe auf Dispersions- oder Lösemittelbasis sowie kautschukbasierte Hotmelt-Klebstoffe zum Einsatz. Daneben existieren strahlenvernetzende Haftschmelzsysteme sowie Formulierungen für besondere Anforderungen, etwa Sicherheitsetiketten mit VOID-Effekt oder sehr hoher Abziehfestigkeit. Einige Anbieter unterscheiden zusätzlich zwischen „permanent“ und „extra permanent“, wobei letztere Variante durch eine dickere Klebstoffschicht oder ein Hotmelt-System noch höhere Haftkraft auf schwierigen Untergründen erreicht. Der fertige Haftverbund durchläuft in der Produktion die Prozesse Drucken, Stanzen, Schneiden und Spenden auf gängigen Etikettendruckmaschinen wie Flexo- oder Digitaldruckanlagen, bevor die Etiketten mit automatischen Etikettier- und Kennzeichnungssystemen auf das Produkt aufgebracht werden.
Für den Etikettendruck ist die Wahl eines permanenten Klebstoffs unmittelbar entscheidend, weil sie über Einsatzbereich, Materialkombination und Sicherheitseigenschaften des Endprodukts bestimmt. Permanente Etiketten werden überall dort eingesetzt, wo die Kennzeichnung während der gesamten Produktlebensdauer erhalten bleiben muss: auf Handels- und Industrieverpackungen, Versandgütern, Behältern, Maschinenteilen sowie in Bereichen mit Öl, Nässe oder niedrigen Temperaturen bis hin zu Tiefkühlanwendungen. Hersteller und Konfektionäre müssen dabei sicherstellen, dass der gewählte Klebstoff zur Oberflächenbeschaffenheit des Untergrunds passt – ob Glas, Metall, Kunststoff, Karton, rau oder glatt – und die geforderten Umgebungsbedingungen erfüllt. Fachquellen empfehlen ausdrücklich Klebetests unter Praxisbedingungen, etwa 24-stündige Hafttests auf dem Zieluntergrund. Für Anwender bedeutet „permanent“ konkret: Das Etikett lässt sich in der Regel nur unter erheblichem Kraftaufwand und zerstörend entfernen, wobei typischerweise Klebstoffrückstände verbleiben. Das bietet Schutz gegen unbefugtes Ablösen und kann durch zusätzliche Maßnahmen wie Mikro-Stanzlinien weiter verstärkt werden. Auf Mehrwegbehältern oder wiederverwendbaren Oberflächen ist dieser Umstand jedoch als Nachteil zu berücksichtigen.