CLR (Covert Laser Readable) Image

Ein CLR (Covert Laser Readable) Image ist ein verstecktes Sicherheitsmerkmal, das direkt in die Struktur eines Hologramms integriert ist und ausschließlich mithilfe von Laserlicht sichtbar gemacht werden kann. Es handelt sich dabei um einen definierten Bildbereich innerhalb des Hologramms, dessen Mikrorelief eine Strukturgröße von etwa 1 µm und eine Tiefe von weniger als 1 µm aufweist. Für das bloße Auge bleibt dieses Merkmal vollständig unsichtbar – selbst unter einem Mikroskop ist es nicht erkennbar.

Die technische Grundlage für ein CLR-Image wird beim Erstellen des Hologramms gelegt: Mittels Elektronenstrahllithografie wird das spezielle Mikrorelief beim Mastering-Prozess unmittelbar in die Hologrammstruktur eingeschrieben. Es handelt sich damit nicht um eine nachträglich aufgebrachte Tinte oder eine separate Beschichtung, sondern um einen integralen Bestandteil des Hologramms selbst. Zum Auslesen wird Laserlicht senkrecht auf den CLR-Bereich gerichtet; die reflektierte Strahlung projiziert anschließend ein Bild – etwa einen Text, ein Logo oder eine Grafik – auf eine Projektionsfläche. Für systematische Prüfungen kommen spezialisierte Laser-Reader zum Einsatz. In einer vereinfachten Praxisvariante kann auch ein Laserpointer unter einem Winkel von etwa 45° auf markierte Punkte gerichtet werden, wobei die Reflexion auf Papier das enthaltene Bild sichtbar macht.

Im Etikettendruck spielt CLR vor allem in Hologramm-Etiketten zur fälschungssicheren Produktkennzeichnung eine Rolle. Etikettenhersteller, die CLR-Features anbieten, benötigen dafür spezialisierte Hologramm-Mastering-Anlagen mit Elektronenstrahllithografie – ein technischer Aufwand, der die Nachahmung solcher Merkmale erheblich erschwert. Da CLR-Images nicht nachträglich in ein bestehendes Hologramm eingebracht werden können, ist ihre bloße Existenz bereits ein starkes Indiz für Originalität. Hologramm-Etiketten mit integriertem CLR können entweder völlig unsichtbare Bereiche enthalten oder mit sichtbaren Markierungspunkten versehen sein, die dem Prüfer die Orientierung bei der Laserlesung erleichtern.

Für Käufer und Anwender solcher Etiketten – etwa Markenhersteller oder Unternehmen im Bereich Produktsicherheit – bedeutet CLR eine zusätzliche, verdeckte Prüfebene: Originaletiketten lassen sich von Fälschungen unterscheiden, weil das CLR-Bild nur beim echten Produkt korrekt auslesbar ist. Da das Merkmal ohne Spezialwissen und entsprechende Ausrüstung weder erkennbar noch kopierbar ist, eignet es sich besonders gut als diskretes Authentifizierungsmerkmal in der Lieferkette oder bei der Vertriebskontrolle. Für eine systematische Echtheitsprüfung ist jedoch geeignete Prüfausrüstung in Form eines Laser-Readers oder eines definierten Laserpointer-Setups notwendig.