JPG (korrekt: JPEG, kurz für „Joint Photographic Experts Group“) ist ein verlustbehaftet komprimiertes Pixelbildformat, das auf den internationalen Normen ISO/IEC 10918 und ISO/IEC 18477 basiert. Als Rasterbild besitzt eine JPG-Datei eine feste Pixelanzahl und eine definierte Auflösung, beispielsweise in dpi. Dateien dieses Formats tragen üblicherweise die Endung .jpg oder .jpeg.
Die verlustbehaftete Kompression ist das zentrale technische Merkmal von JPG: Um die Dateigröße zu reduzieren, werden bei der Speicherung Bildinformationen unwiderruflich verworfen. Der Grad der Kompression lässt sich steuern, jedoch gilt: Je stärker komprimiert wird, desto mehr sichtbare Bildartefakte können entstehen. Da JPG eine Pixelgrafik mit fester Auflösung ist, lässt sich eine einmal verkleinerte oder stark komprimierte Datei nicht verlustfrei auf eine höhere Qualität zurückrechnen. In der Druckvorstufe steht JPG neben anderen Pixelbildformaten wie TIFF als gängiges Format für Fotos, Logos und Bilddaten.
Im Etikettendruck spielt JPG eine konkrete Rolle in der Druckvorstufe: Kunden liefern Logos, Produktfotos oder Motive häufig als .jpg-Datei an die Etikettendruckerei. Dort werden diese Dateien geprüft, farblich angepasst, skaliert und in das Etikettenlayout eingebunden, gemeinsam mit Textelementen und Vektorgrafiken. Für druckreife Daten verlangen Etikettenhersteller eine ausreichende Bildauflösung – ein praxisüblicher Mindestwert für Logos im .jpg-Format liegt bei 600 dpi. Wird dieser Wert unterschritten oder wurde die Datei zu stark komprimiert, sind unscharfe oder artefaktbehaftete Druckergebnisse die Folge, was in der Druckvorstufe erkannt und mit dem Kunden geklärt werden muss.
Die aufbereiteten Layouts, in denen JPG-Bilder enthalten sein können, werden anschließend für verschiedene Etikettendruckverfahren weiterverarbeitet. Im Digitaldruck gehen die Bilddaten direkt und plattenlos an die Druckmaschine; im Flexodruck oder Offsetdruck durchlaufen sie zuvor weitere Prepress-Schritte wie Farbmanagement und Rasterung. Da Etiketten Produktinformationen, Barcodes, Herstellerangaben und variable Daten tragen können, hat die Qualität der eingebundenen JPG-Bilddaten unmittelbaren Einfluss auf Markenauftritt und Lesbarkeit des fertigen Etiketts. Für Kunden bedeutet das: Wer Bilddaten als JPG einreicht, sollte auf eine ausreichende Auflösung und eine möglichst geringe Kompression achten. Für Etikettendruckereien gehört die systematische Prüfung gelieferter JPG-Dateien auf Auflösung, Farbraum und Kompressionsgrad zu den Standardaufgaben der Druckvorstufe.