Eine Pixelgrafik – auch Rastergrafik oder Bitmap genannt – ist eine digitale Bilddatei, die aus einem rechteckigen Raster einzelner Bildpunkte (Pixel) besteht, denen jeweils ein definierter Farbwert zugeordnet ist. Die Gesamtheit dieser Pixel ergibt das sichtbare Bild. Zentrale technische Parameter sind die Bildgröße in Pixeln (Breite × Höhe), die Auflösung in Pixel pro Inch (ppi) sowie die Farbtiefe, die bestimmt, wie viele Farben darstellbar sind. Typische Dateiformate sind TIFF, JPEG, PNG, BMP, GIF und PSD.
Der entscheidende technische Unterschied zur Vektorgrafik liegt in der festen Pixelstruktur: Eine Pixelgrafik enthält eine begrenzte Menge an Bildinformation. Wird sie über ihre originale Größe hinaus skaliert, entstehen Qualitätsverluste – die einzelnen Pixel werden sichtbar, das Bild wirkt unscharf oder zeigt einen sogenannten Treppeneffekt. In der Druckvorstufe werden Pixelgrafiken in Layout- oder Grafikprogrammen ins Drucklayout eingebunden und anschließend vom RIP (Raster Image Processor) der Druckmaschine in druckerspezifische Rasterdaten umgewandelt. Für die Ausgabe wird eine Auflösung von typischerweise 250 bis 300 ppi auf dem Endformat empfohlen, damit das Druckbild scharf und detailreich erscheint.
Für den Etikettendruck ist die korrekte Handhabung von Pixelgrafiken ein zentrales Qualitätskriterium in der Druckvorstufe. Pixelgrafiken sind die bevorzugte Datengrundlage für fotografische Produktabbildungen, Bildhintergründe und komplexe Farbverläufe auf Etiketten – also genau für jene Bildinhalte, die sich nicht sinnvoll als Vektorgrafik abbilden lassen. Logos, Barcodes und feine Linien sollten dagegen grundsätzlich als Vektorgrafiken bereitgestellt werden, da diese verlustfrei skalierbar sind. Druckbetriebe prüfen eingehende Pixelgrafiken auf ausreichende Bildgröße und Auflösung und akzeptieren bevorzugt standardisierte Formate wie TIFF, JPEG oder PNG. Für bessere Druckergebnisse empfiehlt sich zudem eine Optimierung von Kontrast und Farbsättigung vor dem Datenexport.
Für Etikettenbesteller ergibt sich daraus eine direkte praktische Konsequenz: Wer Produktfotos für Etiketten liefert, muss sicherstellen, dass die Pixelgrafiken in ausreichend hoher Auflösung vorliegen – gemessen am tatsächlichen Druckformat. Eine nachträgliche Vergrößerung einer zu kleinen oder stark komprimierten Datei erzeugt keine neuen Bildinformationen und führt unweigerlich zu sichtbaren Qualitätsverlusten im fertigen Etikett. Soll das Etikettenformat im Nachhinein vergrößert oder das Layout angepasst werden, sind gegebenenfalls neu erstellte, höher aufgelöste Bilddaten erforderlich. Wer diesen Zusammenhang beim Erstellen oder Beauftragen von Druckdaten berücksichtigt, vermeidet kostspielige Korrekturrunden und sichert eine reproduzierbar hohe Druckqualität.