Ein 4-Zoll-Drucker ist ein Etikettendrucker, dessen maximale Druckbreite rund 104 mm beträgt – was dem Maß von vier Zoll entspricht. Die Bezeichnung bezieht sich damit ausschließlich auf die Druckbreite des Geräts, nicht auf seine physischen Außenmaße. Sie ist ein zentrales technisches Klassifizierungsmerkmal innerhalb der Etikettendruckerbranche.
Im Etikettendruck werden 4-Zoll-Drucker in zwei grundlegenden Druckverfahren angeboten: Thermodirekt und Thermotransfer. Beim Thermodirektdruck reagiert das thermosensitive Etikettenmaterial direkt auf die Hitze des Druckkopfs, ein Farbband entfällt. Beim Thermotransferdruck überträgt ein Farbband die Farbe auf das Etikett, was eine größere Materialvielfalt ermöglicht, darunter Papier- und Kunststoffetiketten. Typische Druckauflösungen bei 4-Zoll-Geräten liegen bei 200 bzw. 203 dpi oder 300 dpi, die Druckgeschwindigkeit erreicht je nach Modell bis zu 177 mm/s. Erhältlich sind solche Drucker als Desktop-Geräte für mittlere Druckvolumina sowie als Industriedrucker mit Metallgehäuse für den dauerhaften Einsatz in anspruchsvollen Produktionsumgebungen. Zur Systemanbindung verfügen 4-Zoll-Drucker in der Regel über Schnittstellen wie USB, Ethernet, WLAN oder Bluetooth sowie über Unterstützung für Druckersprachen wie ZPL oder EPL, die eine direkte Integration in Etikettensoftware und Warenwirtschaftssysteme erlauben.
Für den Etikettendruck ist die 4-Zoll-Klasse besonders in Logistik, Versand, Produktion und Labor verbreitet. Das standardisierte Versandetikettenformat 100 mm × 150 mm – wie es Versanddienstleister vorschreiben – lässt sich mit einem 4-Zoll-Drucker problemlos ausgeben. Ebenso eignen sich diese Geräte für Barcode-Etiketten und allgemeine Produktkennzeichnung. Etikettenhersteller und Materiallieferanten müssen Rollenmaterial mit einer Breite von bis zu 104 mm bereitstellen und je nach eingesetztem Druckverfahren thermosensitive oder thermotransferfähige Materialien liefern. Für Käufer ist die Druckbreite das wichtigste Auswahlkriterium, da sie den nutzbaren Etikettenbereich unmittelbar begrenzt. Weitere relevante Kaufkriterien sind das tägliche Druckvolumen, die benötigte Druckgeschwindigkeit, der Etikettentyp sowie optionale Funktionen wie ein integrierter Cutter oder drahtlose Konnektivität. Bei der Entscheidung sollten neben dem Anschaffungspreis auch die Gesamtbetriebskosten einkalkuliert werden, also Verbrauchsmaterialien wie Etiketten und Farbbänder, Wartungskits, Ersatzteile sowie Energieverbrauch und Wartungsaufwand.