Ethernet bezeichnet eine kabelgebundene Datenübertragungstechnik für lokale Netzwerke (LAN), über die elektronische Geräte wie Computer, Drucker und Server mithilfe von LAN-Kabeln miteinander kommunizieren. Der Standard ist in der IEEE-802.3-Normenfamilie geregelt und bildet die physikalische sowie protokolltechnische Grundlage für die Datenübertragung in kabelgebundenen Netzwerken. Im Unterschied zu WLAN arbeitet Ethernet ausschließlich leitungsgebunden, was eine wesentliche Rolle für seine Leistungsmerkmale spielt.
Im Etikettendruck kommt Ethernet als Schnittstelle an industriellen Etikettendruckern zum Einsatz, über die sich diese in Unternehmensnetzwerke und IT-Systeme einbinden lassen. Der Drucker erhält dabei eine IP-Adresse und wird wie jedes andere Netzwerkgerät über TCP/IP angesprochen. Druckdaten, also Etikettenlayouts und variable Informationen aus ERP- oder MES-Systemen, werden so direkt über das Netzwerk an den Drucker übertragen, ohne dass eine direkte USB-Verbindung zu einem einzelnen PC erforderlich ist. Zusätzlich lässt sich der Drucker über seine IP-Adresse zentral verwalten, überwachen und konfigurieren. Für industrielle Umgebungen existiert darüber hinaus das Konzept des Industrial Ethernet, das den Ethernet-Standard für den Einsatz in Fertigungs- und Automatisierungsumgebungen adaptiert. Dabei kommen mechanisch robustere Leitungen sowie Echtzeit-Protokolle wie EtherCAT zum Einsatz, die eine zuverlässige Kommunikation auch unter rauen Produktionsbedingungen sicherstellen. Etikettendrucker können so als Bestandteil einer übergeordneten industriellen Kommunikationsstruktur betrieben werden, in der Steuerungen, Sensoren und weitere Feldgeräte vernetzt sind.
Für den Etikettendruck ergibt sich daraus eine Reihe konkreter Konsequenzen. Einerseits ermöglicht Ethernet die flexible Aufstellung von Druckern in der Produktion oder im Versandbereich, da der Drucker nicht physisch an einen einzelnen Arbeitsplatz gebunden ist. Andererseits bietet die kabelgebundene Verbindung im Vergleich zu WLAN eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit und eine stabilere Datenübertragung, was bei zeitkritischen oder hochfrequenten Druckprozessen entscheidend sein kann. Beim Kauf industrieller Etikettendrucker gilt Ethernet – teilweise auch in der Ausführung als Gigabit-Ethernet – als zentrales Ausstattungsmerkmal neben USB oder seriellen Schnittstellen. Die Verfügbarkeit dieser Schnittstelle erleichtert die Integration des Druckers in größere Kennzeichnungs- und Logistiklösungen erheblich, da Druckaufträge automatisiert aus vorgelagerten IT-Systemen ausgelöst werden können, ohne manuelle Eingriffe an einzelnen Arbeitsplätzen zu erfordern.