Alubedampftes Papier ist ein metallisiertes Etikettenpapier, dessen Oberfläche mit einer dünnen Aluminium-Dampfschicht versehen ist. Das Ergebnis ist eine silberglänzende, metallisch wirkende Oberfläche, weshalb das Material in der Praxis auch als „Alupapier glänzend“ bezeichnet wird. Es zählt zur Gruppe der Folienmaterialien im Etikettendruck, obwohl es auf einem Papierträger basiert.
Die Aluminium-Dampfschicht wird im Herstellungsprozess auf den Papierträger aufgebracht und verleiht dem Material seine charakteristische optische Wirkung. Für den Druck ist alubedampftes Papier für das Thermotransferverfahren geeignet, bei dem Farbe durch Wärme von einem Farbband auf das Etikettenmaterial übertragen wird. Eine wichtige Einschränkung betrifft die Nachbeschriftung: Wasserbasierte Tinten und Stempelfarben haften auf der metallisierten Oberfläche nicht zuverlässig und sind daher für eine nachträgliche Kennzeichnung ungeeignet. Wer also plant, Etiketten aus diesem Material nach dem Druckprozess noch manuell zu beschriften oder abzustempeln, muss ein anderes Material wählen.
Für den Etikettendruck ist alubedampftes Papier in mehreren Bereichen relevant. Wegen seiner auffälligen, silberglänzenden Optik wird es bevorzugt dort eingesetzt, wo Etiketten gezielt Aufmerksamkeit erzeugen sollen – etwa bei der Produktinszenierung, bei Promotions und Aktionen, für dekorative Sticker sowie für Siegel und Warnetiketten. Auch in der Marken- und Produktpräsentation kommt es als aufmerksamkeitsstarkes Element zum Einsatz. Anbieter führen das Material sowohl in selbstklebender als auch in nassklebender Ausführung, was bei der Planung der Etikettenkonstruktion berücksichtigt werden muss. Die Wahl zwischen selbstklebend und nassklebend hängt dabei vom jeweiligen Anwendungsfall und der eingesetzten Verarbeitungsmaschine ab.
Für Einkäufer und Produktionsverantwortliche ergibt sich daraus eine klare Anforderung: Alubedampftes Papier muss von Anfang an auf das geplante Druckverfahren abgestimmt sein. Da das Material für den Thermotransferdruck ausgelegt ist, setzt der Einsatz einen entsprechend geeigneten Drucker voraus. Gleichzeitig schließt die metallisierte Oberfläche bestimmte Nachbearbeitungsschritte aus, was bei der Planung des gesamten Etikettierungsprozesses – von der Materialauswahl bis zur fertigen Kennzeichnung – frühzeitig zu berücksichtigen ist.