Alufolien bezeichnen im Kontext des Etikettendrucks das Obermaterial von selbstklebenden Aluminium-Etiketten – also die sichtbare, aus Aluminium gewalzte Trägerschicht, die dem Etikett seinen Namen gibt. Als eigenständiges Material ist Aluminiumfolie eine sehr dünne Folie aus Aluminium, die in der allgemeinen Verwendung typischerweise Dicken zwischen 4 und 20 µm aufweist.
Selbstklebende Etiketten bestehen grundsätzlich aus mehreren Schichten; bei Aluminiumetiketten bildet die Alufolie die oberste Funktions- und Sichtschicht. Für die Bedruckung dieser Etiketten wird bevorzugt der Thermotransferdruck eingesetzt, bei dem eine Thermotransferfolie als Farbträger dient – Druckplatten oder flüssige Druckfarben werden dabei nicht benötigt. Darüber hinaus sind Flexodruck, Siebdruck und Digitaldruck grundsätzlich im Etikettendruck verbreitete Verfahren. Um die Oberfläche zusätzlich zu schützen, können Aluminiumetiketten mit einem transparenten Schutzlaminat aus Polyesterfolie versehen werden. Die Etiketten zeichnen sich durch starke Klebeeigenschaften sowie Beständigkeit gegen UV-Strahlen, Fette und Lösungsmittel aus.
Für den Etikettendruck sind Alufolien vor allem dort relevant, wo dauerhafte Kennzeichnung unter anspruchsvollen Bedingungen gefordert ist. Typische Anwendungen sind Typenschilder sowie technische Informations- und Namensschilder an Maschinen, Anlagen, Hardware, Geräten, Haushaltsgeräten und Automobilkomponenten. Auch für Hochtemperatur-Anwendungen in der Metall- und Stahlverarbeitung sowie für raue Außenbereiche werden Aluminiumetiketten eingesetzt. Im Bereich der Getränkeindustrie finden sie Verwendung als Kopf- und Halsetiketten auf Bierflaschen. Für Hersteller von Etiketten ist bedeutsam, dass diese Materialien mit Thermotransferdruck verarbeitet werden können und in bestimmten Ausführungen für hochauflösende Barcodes geeignet sind. Für Käufer und Anwender stellen Aluminiumetiketten eine Kennzeichnungslösung dar, die sowohl im Innen- als auch im Außenbereich einsetzbar ist und dauerhafte Lesbarkeit auch bei Hitze, Witterung, UV-Strahlung und Verschmutzung gewährleistet. Die Materialwahl fällt folglich dann auf Alufolien, wenn herkömmliche Papier- oder Kunststoffetiketten den Einsatzbedingungen nicht standhalten würden.