Aluminisiertes Papier bezeichnet im Etikettendruck ein Papiermaterial, das im Vakuumverfahren mit einer sehr dünnen Aluminiumschicht bedampft wird. Der Begriff wird in der Branche praktisch synonym mit den Bezeichnungen „metallisiertes Papier“ und „alukaschiertes Papier“ verwendet. Das Ergebnis ist eine metallisch glänzende, reflektierende Oberfläche, die optisch wie Metallfolie wirkt, jedoch auf einer kostengünstigeren und leichter verarbeitbaren Papierbasis beruht.
Die Herstellung erfolgt durch das sogenannte Vacuum Metallizing: Im Vakuum wird Aluminium auf die Papieroberfläche aufgedampft, sodass eine gleichmäßige, extrem dünne Metallschicht entsteht. Für den Einsatz als selbstklebendes Etikett wird dieses metallisierte Papier anschließend zu einem dreischichtigen Verbundmaterial weiterverarbeitet, bestehend aus dem metallisierten Papier als Obermaterial, einer Haftklebstoffschicht und einem Liner als Trägermaterial. In dieser Form liegt das Material typischerweise als Rollenware vor und lässt sich mit gängigen industriellen Druckverfahren wie Flexo-, Offset- oder Digitaldruck bedrucken. Die Weiterverarbeitung – Stanzen und Konfektionieren zu Etikettenrollen oder -bögen – entspricht der üblicher Papieretiketten.
Für den Etikettendruck ist aluminisiertes Papier vor allem dort relevant, wo eine hochwertige, dekorative Anmutung gefordert wird, etwa bei Premium-Etiketten in der Markenkommunikation oder bei Konsumgüterverpackungen. Etikettenhersteller müssen bei der Materialauswahl die Verträglichkeit des metallisierten Papiers mit der vorgesehenen Drucktechnologie prüfen und sicherstellen, dass Druckfarben auf der glatten Metalloberfläche ausreichend haften. Flächengewicht und Schichtaufbau des Gesamtverbunds sind mit den Spezifikationen der eingesetzten Druck- und Etikettieranlagen abzugleichen. Für eine gleichbleibende Bedruckbarkeit und Haftung empfiehlt sich eine Lagerung bei etwa 20–23 °C und 50–55 % relativer Luftfeuchte.
Käufer und Anwender von Etiketten aus aluminisiertem Papier sollten vor der Materialentscheidung das geplante Einsatzgebiet klar definieren: Innen- oder Außenanwendung, Kontakt mit Feuchtigkeit, Chemikalien oder Lebensmitteln beeinflussen, ob ein metallisiertes Papiermaterial in Kombination mit einem geeigneten Klebstoffsystem technisch geeignet ist. Wer vorgestanzte Etiketten aus aluminisiertem Papier mit einem hauseigenen Drucker bedrucken möchte, muss sicherstellen, dass das Material für die jeweilige Drucktechnologie freigegeben ist und die korrekte Druckereinstellung gewählt wird, um Geräteschäden und Druckqualitätsprobleme zu vermeiden. Spezifische Normen nur für aluminisiertes Papier existieren nach aktuellem Stand nicht; es gelten die allgemeinen Anforderungen für Etikettenpapiere und Selbstklebeetiketten.