Druckmaschinenhersteller

Druckmaschinenhersteller sind Unternehmen, die Maschinen und Anlagen zur Produktion von Etiketten und industriellen Kennzeichnungen entwickeln, bauen, verkaufen und servicieren. Sie sind damit nicht selbst Etikettenhersteller, sondern Ausrüster derjenigen Betriebe, die Etiketten produzieren. Ihr Angebot reicht von einzelnen Druckaggregaten bis hin zu vollständigen Produktionslinien mit integrierten Veredelungs-, Stanz- und Aufwickeleinheiten.

Im technischen Einsatz decken Druckmaschinenhersteller für den Etikettenbereich mehrere Maschinenkonzepte ab. Schmalbahn-Etikettendruckmaschinen wie die Gallus ECS 340 sind auf die wirtschaftliche Serienproduktion von Standard-Selbstklebeetiketten ausgelegt. Konventionelle Etikettenanlagen mit mehreren Druckwerken eignen sich für mittlere bis große Auflagen und bieten hohe Präzision und Prozessstabilität. Digitale Etikettendrucksysteme – etwa von Xeikon oder Konica Minolta – kommen ohne Druckplatten und chemische Plattenprozesse aus, verkürzen Rüstzeiten erheblich und sind besonders bei kleinen Auflagen sowie variablen Druckdaten wirtschaftlich. Hinzu kommen Hybrid-Druckmaschinen, die Flexodruck und Inkjet-Digitaldruck in einer Linie kombinieren und damit wirtschaftliche Produktion auch für mittlere Auflagen ermöglichen. Hersteller wie Heidelberger Druckmaschinen AG bieten darüber hinaus spezifische Lösungen für Nassleim-, Inmould- und Selbstklebeetiketten an. Gallus wiederum bündelt an seinem Standort Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service im Bereich Etiketten unter einem Dach, was einen direkten technischen Support für Anwender einschließt.

Für den Etikettendruck ist die Wahl des richtigen Maschinenherstellers aus mehreren Gründen entscheidend. Die verarbeitbaren Materialien – darunter Papier- und Folien-Selbstklebematerialien, Nassleimetiketten, Inmould-Folien und linerlose Etiketten – setzen jeweils spezifische Maschinentechnik voraus. Wer als Etikettenhersteller ein breites Materialspektrum bedienen möchte, ist auf Systeme angewiesen, die diese Vielfalt unterstützen. Gleiches gilt für die Druckverfahren: Flexo-, Digital-, Sieb- und Offsetdruck stellen unterschiedliche Anforderungen an Maschinenaufbau, Inline-Weiterverarbeitung und Inspektionssysteme. Für Etikettendruckereien bedeutet dies, dass die Investitionsentscheidung zugunsten eines bestimmten Maschinenherstellers direkt bestimmt, welche Auflagengrößen, Materialkombinationen und Individualisierungsgrade sie ihren Kunden wirtschaftlich anbieten können. Für Etikettenkäufer wiederum spiegeln sich die verfügbaren Maschinentechnologien in den am Markt erhältlichen Etikettenformaten, Veredelungsmöglichkeiten und Lieferflexibilitäten wider. Kurz gesagt: Die technologische Aufstellung der Druckmaschinenhersteller prägt maßgeblich, welche Etikettenlösungen überhaupt am Markt verfügbar sind.