Eine Losnummer ist eine eindeutige alphanumerische Kennzeichnung, die einer bestimmten Produktionscharge oder Warenlieferung zugeordnet wird. Sie ermöglicht die lückenlose Rückverfolgbarkeit eines Produktes – von der Produktion über den Lieferanten bis zum Endkunden. Synonyme Begriffe sind Chargennummer, Batchnummer oder Lotnummer (LOT).
Die konkrete Struktur einer Losnummer wird unternehmensspezifisch festgelegt und kann neben reinen Ziffernfolgen auch Buchstaben enthalten, die Informationen wie Produktionsdatum, Schicht, Lieferant oder Produktionsstandort codieren. Im deutschen Lebensmittelrecht ist die Losnummer durch die Los-Kennzeichnungs-Verordnung (LKV) verbindlich geregelt: Lebensmittel dürfen im Inland nur mit einer Losnummer in den Verkehr gebracht werden. Eine Ausnahme gilt, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum mit Tag, Monat und Jahr vollständig angegeben ist – dieses kann die separate Losnummer ersetzen. Über die Lebensmittelbranche hinaus ist die Losnummer branchenübergreifend ein zentrales Identifikationsmerkmal in Produktion und Qualitätssicherung.
Für den Etikettendruck ist die Losnummer in erster Linie ein variables Datenelement. Im Gegensatz zu statischen Etikettinhalten wie Produktname oder Firmenlogo ändert sich die Losnummer von Charge zu Charge und muss daher flexibel in den Druckprozess eingebunden werden. Im industriellen Etikettendruck geschieht dies typischerweise über Thermotransfer- oder Thermodirektdruck, die sich besonders für kurzfristig wechselnde variable Daten eignen. Daneben kommen Flexodruck, Digitaldruck und weitere Verfahren zum Einsatz. In automatisierten Verpackungslinien werden Losnummern häufig als variabler Datensatz in der Druckvorstufe vorbereitet und inline während des Drucks auf das Etikett aufgebracht – oft in Kombination mit Barcodes oder Datamatrix-Codes, die dieselbe Information maschinenlesbar abbilden. Auch Handetikettierer und Tisch-Etikettierer sind als Geräte etabliert, mit denen Losnummern direkt auf kleine Haftetiketten aufgebracht werden können.
Etikettenhersteller und Anwender müssen bei der Materialauswahl sicherstellen, dass die bedruckte Losnummer unter den jeweiligen Lagerbedingungen – etwa Kühlung, Feuchtigkeit oder mechanische Belastung – dauerhaft lesbar bleibt. Dazu sind geeignete Substratmaterialien aus Papier oder Kunststofffolie sowie passende Klebstoffsysteme zu wählen. Für Käufer von Etiketten bedeutet das konkret: Das Etikettenformat muss ein definiertes Druckfeld für die Losnummer vorsehen und mit dem eingesetzten Kennzeichnungssystem kompatibel sein. Eine korrekt aufgebrachte und dokumentierte Losnummer erlaubt im Fall von Qualitätsproblemen oder Produktrückrufen die gezielte Eingrenzung betroffener Chargen und begrenzt damit wirtschaftliche Schäden und Haftungsrisiken. In der Logistik erleichtert sie zudem die Bestandsverwaltung und die Erfüllung von Dokumentationspflichten.