Ein Quadratetikett ist ein selbstklebendes oder anderweitig zu befestigendes Etikett, dessen Außenkontur ein Quadrat bildet – Breite und Höhe sind also identisch. Der Begriff dient im Etikettendruck als Form- und Formatbezeichnung, nicht als eigenständiger normativer Standard. Hersteller und Händler führen Quadratetiketten typischerweise unter einer konkreten Nennabmessung, beispielsweise 40 × 40 mm, als eigene Produktkategorie.
Im technischen Alltag werden Quadratetiketten über dieselben Parameter beschrieben wie andere Etikettenformen: Formatangabe, Material, Klebstoffart sowie Druck- und Verarbeitungsverfahren. Als Materialien kommen beschichtete oder unbeschichtete Papieretiketten für allgemeine Anwendungen ebenso infrage wie Kunststoff- und Folienmaterialien aus Polyester, Polyethylen oder Polyimid für anspruchsvolle Industrieumgebungen mit erhöhten Anforderungen an Temperatur- oder Chemikalienbeständigkeit. Die Klebstoffauswahl reicht von permanenten über ablösbare bis hin zu Spezialklebstoffen für raue Untergründe oder Extremtemperaturen. Beim Druck werden alle gängigen Verfahren eingesetzt: Thermotransferdruck für langlebige, wischfeste Beschriftung in der Industriekennzeichnung, Thermodirektdruck für kurzlebige Transport- und Logistiketiketten sowie Laser- und Inkjetdruck bei Bogenware im Büro- und Kleinserienbereich. Für größere Auflagen kommen konventionelle Druckverfahren wie Flexo-, Offset- oder Digitaldruck in Kombination mit einer Stanzung der quadratischen Kontur zum Einsatz. Die Verarbeitung auf professionellen Industrie-Etikettendruckern sowie halb- oder vollautomatischen Print-and-Apply-Systemen ist grundsätzlich möglich, sofern das jeweilige System für das entsprechende Format ausgelegt ist.
Für den Etikettendruck ist die quadratische Form aus mehreren Gründen praxisrelevant. Hersteller benötigen passende Stanzwerkzeuge oder Laserschneidprogramme sowie Druckvorlagen, die auf das symmetrische Format abgestimmt sind. Quadratetiketten bieten gestalterische Vorteile überall dort, wo symmetrische Inhalte wie Logos, Piktogramme oder kurze Hinweistexte optimal platziert werden sollen. Besonders relevant ist die Form im Zusammenhang mit QR-Codes: Da QR-Codes selbst als quadratische 2D-Barcodes definiert sind, lassen sie sich auf quadratischen Etiketten besonders harmonisch integrieren – ein Aspekt, der in der Produktkennzeichnung, der Rückverfolgbarkeit und im Marketing zunehmend an Bedeutung gewinnt. In der industriellen Kennzeichnung werden Quadratetiketten unter anderem zur Geräte- und Komponentenkennzeichnung, zur Sicherheits- und Warnkennzeichnung sowie zur Identifikation mittels Barcode oder 2D-Code eingesetzt. Im Büro- und Organisationsbereich ermöglichen quadratische Blanko-Etiketten auf A4-Bögen eine flexible Beschriftung mit handelsüblichen Laser- oder Inkjetdruckern. Eigenständige Normen, die speziell die Form „Quadratetikett“ regulieren, existieren nicht; es gelten die gleichen Normen und Vorschriften wie für selbstklebende Etiketten insgesamt.