UPC-A ist ein 12-stelliger numerischer Strichcode aus der EAN/UPC-Symbologie, der Produkte und ihre Hersteller eindeutig identifiziert. Die kodierte Nummer trägt die Bezeichnung GTIN-12 und stellt den Standard-Barcode im nordamerikanischen Einzelhandel dar. UPC-Nummern werden ausschließlich über die Organisation GS1 vergeben, die globale Standards für Geschäftskommunikation definiert und verwaltet.
Technisch besteht ein UPC-A-Code aus exakt zwölf Ziffern fester Länge: einer Zahlensystem-Stelle, zehn Stellen für Hersteller- und Produktcode sowie einer abschließenden Prüfziffer. Das Barcode-Symbol selbst gliedert sich in linkes Schutzmuster, linke Datenhälfte, mittleres Schutzmuster, rechte Datenhälfte und rechtes Schutzmuster. Dabei verwendet die linke Hälfte ein nicht-paritätisches Kodierungsschema, die rechte Hälfte ein paritätisches – ein konstruktives Merkmal, das fehlerfreies Lesen auch bei umgekehrter Scanrichtung unterstützt. Unterhalb des Strichcodes erscheinen die zwölf Ziffern als Klarschrift-Lesereserve. Laser- und Imaging-Barcodescanner lesen den Code berührungslos aus; das Warenwirtschaftssystem des Händlers schlägt die ausgelesene Nummer anschließend in seiner Datenbank nach und ruft Produktname, Preis und Bestandsinformationen ab.
Für den Etikettendruck hat UPC-A unmittelbare praktische Konsequenzen. UPC-A-Codes werden auf Verpackungen und Klebeetiketten für Handelswaren aufgedruckt und kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn Produkte in die USA oder nach Kanada exportiert werden sollen, da die dortigen POS-Systeme auf diesen 12-stelligen Code ausgelegt sind. Im Etikettendesign-Programm wählt der Anwender den Barcode-Typ „UPC-A“ und gibt die 12-stellige GS1-Nummer ein; daraus wird das druckfertige Symbol generiert. Damit der erzeugte Code von Standardscannern zuverlässig gelesen werden kann, schreibt GS1 konkrete Maßvorgaben vor: Bei 100 % Vergrößerung misst ein UPC-A-Barcode etwa 37,29 mm in der Breite und 25,91 mm in der Höhe; die Mindestvergrößerung für den Einzelhandelseinsatz liegt bei 80 %, was einer Mindestbreite von rund 29,83 mm entspricht. Ebenso sind Druckauflösung, X-Dimension (kleinste Balkenbreite) und ausreichende Ruhezonen an beiden Seiten des Symbols einzuhalten. Wer Etiketten mit UPC-A beschafft oder produziert, muss sicherstellen, dass diese Qualitäts- und Maßvorgaben eingehalten werden – andernfalls kann der Code an der Kasse oder im Lager nicht fehlerfrei gescannt werden. Dienstleister bieten fertig gedruckte UPC-Barcode-Etiketten an, etwa für Unternehmen, die kurzfristig Exportware für den nordamerikanischen Markt kennzeichnen müssen.