CoffeeCup Paper ist ein grafisches Recyclingpapier, das zu 100 % aus Altpapier besteht, wobei rund 25 % des Faseranteils aus recycelten Einweg-Papierkaffeebechern stammen und die verbleibenden 75 % aus sonstigem Altpapier gewonnen werden. Es handelt sich um ein ungestrichenes Naturpapier mit matter, rauer Oberfläche, natürlicher Färbung und einer CIE-Weiße von etwa 80. Das Material ist chlor- und säurefrei sowie alterungsbeständig.
Die Herstellung basiert auf einem Upcycling-Verfahren, bei dem die Kunststoffbeschichtung der Einweg-Becher von den Papierfasern getrennt wird, um bis zu 90 % der enthaltenen Fasern zurückzugewinnen und in den Papierkreislauf einzubringen. Das so erzeugte Papier kann laut Hersteller bis zu sechsmal erneut recycelt werden. Für das Material liegen mehrere anerkannte Zertifizierungen vor: der Blaue Engel, das EU-Ecolabel sowie FSC® Recycled 100 %. Die Produktions- und Managementprozesse am Herstellerstandort sind zudem nach DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001, DIN EN ISO 50001 sowie BS OHSAS 18001 zertifiziert.
Im Etikettendruck wird CoffeeCup Paper als Obermaterial für Selbstklebe-Etiketten eingesetzt. Angeboten werden Haftmaterialien in den Flächengewichten 100 g/m² und 120 g/m², jeweils in Kombination mit einem migrationsarmen Dispersionsacrylat-Klebstoff (Typ 958) und einem Recyclingliner aus rund 70 % Recyclingfasern (NSA700). Damit ist der gesamte Etikettenaufbau konsequent auf Recyclingmaterialien ausgerichtet. Das Material wird in beiden gängigen Konfektionierungsformen angeboten: als Rollenetiketten auf 76-mm-Rollenkern für industrielle Etikettierdrucksysteme wie Thermo-Transfer-Drucker sowie als Blattetiketten im A4-Format, die für Laser-, Inkjet- und Kopiergeräte geeignet sind. CoffeeCup Paper ist laut Herstellerangaben in allen gängigen Druckverfahren bedruckbar, darunter Offset- und Digitaldruck.
Für Etikettenhersteller und Verarbeiter bedeutet der Einsatz dieses Materials, dass sich nachhaltige Selbstklebe-Etiketten mit dokumentierten Zertifizierungen in bestehende Produktionsprozesse integrieren lassen, ohne auf Sonderverfahren oder unübliche Grammaturen ausweichen zu müssen. Für Etikettenanwender und Marken ist relevant, dass das Material optisch einen erkennbaren Recyclingcharakter aufweist – die natürliche, leicht gelbliche Tönung und die raue Oberfläche sind sichtbare Merkmale des Altpapieranteils. Darüber hinaus bescheinigt der Hersteller dem Material eine hohe Zug-, Reiß- und Nassfestigkeit sowie hygienische Unbedenklichkeit. Der kommunikative Aspekt – Etiketten aus Einweg-Kaffeebechern – wird von Anbietern ausdrücklich als Bestandteil der Produktbotschaft genannt und richtet sich an Unternehmen, die Nachhaltigkeitsaspekte über das Etikett sichtbar machen möchten.