CPP-Folie steht für Cast Polypropylene, also gegossene Polypropylenfolie, und bezeichnet eine Folie aus Polypropylen, die im Cast-Verfahren hergestellt wird. Das entscheidende Merkmal: Nach der Extrusion wird die Folie nicht zusätzlich in Längs- und Querrichtung gereckt. CPP ist damit eine nicht orientierte PP-Folie, was sie grundlegend von OPP unterscheidet.
Der Herstellungsprozess ist der zentrale Unterschied zum verwandten Material OPP. Bei der Produktion von CPP wird die Polypropylen-Schmelze extrudiert und anschließend auf einer gekühlten Walze abgelegt – daher die Bezeichnung „Cast“, also gegossen oder gegossener Abzug. Es findet keine biaxiale Orientierung statt, also keine gesteuerte Ausrichtung der Molekülketten in zwei Richtungen, wie sie für OPP charakteristisch ist. Dieses Ausbleiben der Orientierung prägt das Eigenschaftsprofil des Materials und ist der maßgebliche technische Unterschied, den Materialspezialisten bei der Auswahl kennen müssen. OPP hingegen wird nach der Extrusion biaxial gereckt, wodurch andere mechanische und optische Eigenschaften entstehen.
Für den Etikettendruck ist die klare Abgrenzung zwischen CPP und OPP praktisch relevant, weil beide Materialien zur Familie der PP-Folien gehören und auf den ersten Blick ähnlich erscheinen, sich in ihren Eigenschaften jedoch unterscheiden. PP-Folien werden generell in Verpackungs-, Etiketten- und Druckanwendungen eingesetzt und gelten als widerstandsfähig und chemikalienbeständig. CPP-Folie fügt sich in diesen Einsatzbereich ein. Als Druckverfahren kommen im Umfeld von Folienetiketten grundsätzlich Thermotransferdruck, Flexodruck und Digitaldruck in Betracht. Für Hersteller und Käufer von Etiketten ist die Einordnung als nicht orientierte PP-Folie vor allem bei der Materialauswahl bedeutsam: Wer gezielt nach einer PP-Folie ohne biaxiale Orientierung sucht oder CPP bewusst gegenüber OPP abwägen möchte, muss diesen Unterschied kennen. Die vorliegenden Quellen belegen für PP-Folien im Allgemeinen Einsatzfelder, die Etiketten einschließen, und erwähnen teils lebensmittelgeeignete Anwendungen, ohne jedoch für CPP selbst spezifische Angaben zu Haftung, Bedruckbarkeit oder Temperaturbereichen zu liefern. Für die konkrete Beschaffungsentscheidung empfiehlt sich daher eine materialspezifische Rückfrage beim Lieferanten, da die wesentlichen Verarbeitungsparameter von CPP in der allgemeinen Quellenlage nicht im Detail dokumentiert sind.