Der DataMatrix-Code ist ein zweidimensionaler Matrix-Barcode, der Informationen in einem Raster aus hellen und dunklen quadratischen oder rechteckigen Modulen speichert. Er wurde 1987 von der Firma ID Matrix entwickelt, 1996 als AIMI-Standard anerkannt und im Jahr 2000 als ISO/IEC-Norm standardisiert. Der heute gebräuchliche Typ ist der DataMatrix ECC 200, der eine integrierte Fehlerkorrektur besitzt.
Das Raster besteht beim quadratischen ECC-200-Format aus 24 möglichen Symbolgrößen zwischen 10×10 und 144×144 Modulen sowie sechs rechteckigen Formaten. Die maximale Kapazität des quadratischen Formats liegt bei bis zu 1556 binären Zeichen. Jedes Modul repräsentiert ein Bit – dunkel steht für 1, hell für 0. Ein markantes L-förmiges Suchmuster an den Kanten des Symbols ermöglicht es Kamera-Scannern, den Code in beliebiger Orientierung von 0 bis 360 Grad zuverlässig zu lokalisieren und auszulesen. Herkömmliche Laserscanner, die nur lineare Barcodes lesen, sind dazu nicht in der Lage. Die integrierte Fehlerkorrektur des ECC-200-Formats sorgt dafür, dass der Code auch bei teilweiser Beschädigung oder geringem Kontrast noch auslesbar bleibt.
Für den Etikettendruck ist der DataMatrix-Code aus mehreren Gründen besonders relevant. Seine hohe Datendichte erlaubt es, auf kleinstem Raum umfangreiche Informationen unterzubringen – darunter GTIN, Seriennummer, Chargennummer sowie Herstellungs- und Verfallsdatum innerhalb eines einzigen Symbols. Das macht ihn zur bevorzugten Wahl überall dort, wo lineare Barcodes wie EAN oder UPC aus Platz- oder Datendichtegründen nicht ausreichen, etwa auf Etiketten für Laborfläschchen, Kleinstbauteile, medizinische Geräte oder Leiterplatten. Im Rahmen des GS1-DataMatrix-Standards wird er zudem für die Produktidentifikation und Rückverfolgbarkeit in globalen Lieferketten eingesetzt, wobei GS1-Datenbezeichner und FNC1-Zeichen eine normkonforme Datenstruktur sicherstellen. Etikettenhersteller müssen bei der Produktion auf korrekte Modulgröße, ausreichenden Druckkontrast, saubere Druckschärfe und die vorgeschriebene ruhige Zone um das Symbol herum achten, damit Kamera-Scanner den Code sicher erfassen können. Codes werden sowohl durch Tintendruck und Thermotransferdruck auf Etiketten als auch durch Direktmarkierungsverfahren wie Laserbeschriftung oder Nadelprägung erzeugt. Für Etikettenkäufer bedeutet der Einsatz des DataMatrix-Codes eine höhere Prozesssicherheit in Produktion, Logistik und Qualitätssicherung – verbunden mit der Notwendigkeit, in geeignete 2D-Imager-Lesetechnik zu investieren.