Heißfixierung bezeichnet im Etikettendruck und im elektrophotographischen Druck allgemein das Verfahren, bei dem ein Tonerbild durch gezielte Wärmeeinwirkung dauerhaft auf dem Bedruckstoff fixiert wird. Es handelt sich dabei nicht um einen Klebstofftyp, sondern um einen thermischen Prozessschritt innerhalb des Druckvorgangs selbst. Die Heißfixierung ist damit ein integraler Bestandteil der elektrophotographischen Drucktechnologie.
Technisch kommt die Heißfixierung in Laser- und LED-Drucksystemen sowie in Trocken-Kopiergeräten zum Einsatz, die nach dem elektrophotographischen Prinzip arbeiten. Im Druckprozess wird zunächst ein elektrostatisches Ladungsbild erzeugt, auf das Tonerpulver aufgetragen wird. Dieses Tonerbild ist zu diesem Zeitpunkt noch lose und haftet nur durch elektrostatische Kräfte. Durch die anschließende Heißfixierung – also die Einwirkung von Wärme – wird der Toner aufgeschmolzen und fest mit dem Bedruckstoff verbunden. Erst dieser Schritt macht das Druckbild beständig und wischfest. Laserdrucksysteme, LED-Technologie-basierte Systeme und Trocken-Kopiergeräte sind die in der Praxis relevanten Maschinentypen, bei denen dieser Fixierprozess stattfindet.
Für den Etikettendruck ist die Heißfixierung aus einem entscheidenden Grund relevant: Wer Etiketten mit elektrophotographischen Drucksystemen – also mit Laser- oder LED-Druckern – bedruckt oder bedrucken lässt, muss sicherstellen, dass das verwendete Etikettenmaterial mit diesem Verfahren kompatibel ist. Etiketten bestehen grundsätzlich aus einem Obermaterial, einer Klebstoffschicht und einem Trägermaterial, dem sogenannten Liner. Da bei der Heißfixierung Wärme auf das gesamte Etikettenmaterial einwirkt, muss jede dieser Schichten der thermischen Belastung standhalten, ohne sich zu verformen, zu lösen oder in der Druckmaschine zu stören. Ein Etikettenmaterial, das für Inkjet- oder Flexodruck entwickelt wurde, ist für den Einsatz in laserbasierten Systemen mit Heißfixierung nicht automatisch geeignet. Die Wahl des richtigen Etikettenmaterials setzt also voraus, dass das geplante Druckverfahren von Anfang an bekannt ist. Für Einkäufer und Hersteller von Etiketten bedeutet das konkret: Die Angabe des Druckverfahrens ist bei der Materialauswahl und Bestellung ebenso wichtig wie das gewünschte Format oder die Haftklasse. Wer diesen Zusammenhang übersieht, riskiert Inkompatibilitäten im Produktionsprozess. Normen oder gesetzliche Vorschriften, die die Heißfixierung im Etikettendruck spezifisch regeln, sind nach aktuellem Stand nicht dokumentiert.