Interleaved 2 of 5

Interleaved 2 of 5 (auch ITF, Interleaved 2/5 oder Code 25 Interleaved) ist eine lineare, numerische 1D-Barcode-Symbologie, bei der ausschließlich Ziffern von 0 bis 9 codiert werden können. Das Besondere an diesem Code ist das sogenannte Interleaving: Immer zwei Ziffern werden gleichzeitig ineinander „verzahnt“ codiert, eine in den schwarzen Balken, die andere in den weißen Lücken dazwischen. Dadurch erreicht die Symbologie eine besonders hohe Informationsdichte bei geringem Platzbedarf.

Die technische Grundlage bildet ein sogenannter Two-Width-Barcode, bei dem jedes Zeichen aus fünf Elementen besteht, von denen genau zwei breit und drei schmal sind – daher der Name „2 of 5″. Weil stets Ziffernpaare gemeinsam codiert werden, muss die Gesamtzahl der Ziffern immer gerade sein; bei ungerader Ziffernanzahl wird in der Praxis eine führende Null ergänzt. Optional lässt sich eine Prüfziffer nach dem Modulo-10-Verfahren anhängen, die in vielen Anwendungen zur Fehlerminimierung genutzt wird. Die Symbologie gilt zudem als selbstprüfend, da ihre Struktur bereits eine gewisse Fehlererkennung ermöglicht. Eine bekannte Weiterentwicklung ist der ITF-14, ein 14-stelliger Barcode auf Basis von Interleaved 2 of 5, der speziell für die Kennzeichnung von Umverpackungen und Versandkartons entwickelt wurde. Er besteht aus einer Ziffer für die Packungsart, zwölf Ziffern der EAN ohne deren Prüfziffer sowie einer abschließenden Modulo-10-Prüfziffer.

Für den Etikettendruck ist Interleaved 2 of 5 aus mehreren Gründen relevant. Die Symbologie wird bevorzugt in Produktion, Lager, Logistik und bei Paketdiensten eingesetzt, überall dort, wo auf begrenztem Etikettenplatz viele numerische Informationen – etwa Chargennummern, Seriennummern oder Packstückkennzeichnungen – untergebracht werden müssen. Etiketten mit diesem Code finden sich auf Kartons, Paletten und Behältern, insbesondere in betriebsinternen Anwendungen und im Transportwesen. Alle gängigen 1D-Barcodescanner können Interleaved-2/5-Codes lesen, was die Integration in bestehende Lagerprozesse erleichtert.

Anwender und Etikettendruckdienstleister müssen jedoch zwei wesentliche Einschränkungen berücksichtigen. Erstens verlangt die Symbologie sehr geringe Drucktoleranzen: Die breiten Elemente müssen exakt zwei bis drei Mal so breit wie die schmalen sein, da sonst die Lesbarkeit leidet. Das stellt hohe Anforderungen an die Druckqualität, unabhängig vom gewählten Druckverfahren. Zweitens ist der Code rein numerisch; sobald alphanumerische Inhalte benötigt werden, muss auf andere Barcode-Typen ausgewichen werden. Laut Herstellerangaben wird Interleaved 2 of 5 zunehmend durch Symbologien mit höherer Fehlertoleranz oder erweitertem Zeichensatz abgelöst, bleibt aber in bestehenden Logistik- und Verpackungsprozessen nach wie vor verbreitet.