Iriodinlack, auch als Perlglanzlack bezeichnet, ist ein Veredelungslack im Druckwesen, der Druckprodukten einen Perlmuttglanz oder Metalleffekte verleiht. Charakteristisch für diesen Lacktyp ist die winkelabhängige Farbwirkung: Je nach Betrachtungswinkel entstehen unterschiedliche Farbeindrücke, die dem veredelten Druckprodukt eine optisch lebendige, schimmernde Oberfläche verleihen.
Im Druckprozess wird Iriodinlack als Veredelungslack eingesetzt, der nach dem eigentlichen Druckvorgang auf das Substrat aufgebracht wird. Dabei kann er entweder vollflächig oder partiell, also nur auf bestimmten Bereichen des Etiketts, appliziert werden. Die partielle Lackierung erlaubt es, gezielt einzelne Gestaltungselemente hervorzuheben, während andere Bereiche des Etiketts unbehandelt bleiben. Neben der rein dekorativen Funktion kann Lack auf Etiketten grundsätzlich auch als Schutzschicht gegen äußere Einflüsse dienen und damit die Robustheit des Druckbilds gegenüber Schmutz und Feuchtigkeit erhöhen.
Für den Etikettendruck ist Iriodinlack vor allem im Bereich hochwertiger Schmuck- und Veredelungsetiketten relevant. Überall dort, wo ein Etikett nicht nur Informationen transportieren, sondern auch eine ästhetische Wirkung erzielen soll, bietet dieser Lacktyp eine wirksame Gestaltungsoption. Die winkelabhängigen Farbeffekte simulieren Perlmuttglanz oder metallische Oberflächen, ohne dass tatsächlich Metallisierungen oder Sonderfolien notwendig wären. Das macht ihn zu einem Mittel zur optischen Differenzierung von Etiketten, das sich gezielt einsetzen lässt, um Produkte am Point of Sale hervorzuheben.
Für Etikettenherstellerinnen und -hersteller bedeutet der Einsatz von Iriodinlack eine Erweiterung des gestalterischen Spielraums bei der Veredelung. Käuferinnen und Käufer von Etiketten erhalten durch diese Veredelungsoption Produkte mit dekorativem Mehrwert, die je nach Ausführung zugleich eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen oder klimatischen Belastungen mitbringen können. Konkrete Normen oder standardisierte Vorschriften für den Einsatz von Iriodinlack im Etikettendruck sind in der Fachliteratur nicht definiert, sodass die Auswahl und Anwendung in der Praxis primär durch die jeweiligen gestalterischen und technischen Anforderungen des Druckauftrags bestimmt wird.