On-Metal-Folie bezeichnet im Bereich der NFC- und RFID-Kennzeichnung ein Folienmaterial mit rückseitiger Klebeschicht, das als Zwischenlage zwischen einem metallischen Untergrund und einem handelsüblichen NFC-Tag eingesetzt wird. Der Begriff wird in diesem Kontext auch als Anti-Metall-Folie verwendet. Eine normativ hinterlegte Definition für den klassischen Etikettendruck existiert nach aktuellem Recherchstand nicht.
Der technische Hintergrund erklärt sich aus einem physikalischen Problem: Standard-NFC-Tags, die nicht eigens für metallische Oberflächen entwickelt wurden, funktionieren auf Metall nicht zuverlässig, weil das Metall die Funksignale stört oder absorbiert. Die On-Metal-Folie wird als Pufferschicht zwischen Metall und Tag eingefügt und macht damit nachträglich auch herkömmliche Tags für metallische Untergründe tauglich. In der Praxis wird die Folie zunächst auf das gewünschte Format zugeschnitten, dann mit dem NFC-Tag beklebt, und die so entstandene Einheit wird auf das Metallobjekt geklebt. Ein dokumentiertes Produktbeispiel zeigt eine Folienbahn im Format 450 × 300 mm, die frei zuschneidbar ist und eine 3M-Acrylat-Klebeschicht des Typs 3M 467 MP / 200MP Adhesive trägt. Die genaue chemische Zusammensetzung des Folienträgers selbst ist in den verfügbaren Quellen nicht spezifiziert. Besondere Anforderungen an Druckmaschinen oder Verarbeitungslinien sind für dieses Material nicht belegt; die Verarbeitung erfolgt über gängige Schneid- und Stanzprozesse.
Für den Etikettendruck ist die On-Metal-Folie in einem klar abgegrenzten Teilbereich relevant: der industriellen Kennzeichnung metallischer Objekte mittels NFC. Wer Etiketten oder Kennzeichnungslösungen für Metallteile, Maschinen, Werkzeuge oder ähnliche Oberflächen entwickelt und dabei auf NFC-Technologie setzt, muss bei der Materialauswahl berücksichtigen, ob Tags bereits werksseitig für den Einsatz auf Metall ausgelegt sind oder ob eine On-Metal-Folie als zusätzliche Komponente benötigt wird. Diese Unterscheidung hat direkte Auswirkungen auf den Aufbau des Etiketts, die Gesamtdicke der Kennzeichnung und die Haftungseigenschaften auf dem Untergrund. Die dokumentierte 3M-Klebeschicht ist dabei ein konkretes Qualitätsmerkmal, das für die Auswahl und Spezifikation relevant ist. Im klassischen Folienetikettendruck auf Papier- oder Polymerbasis hingegen taucht der Begriff On-Metal-Folie in der Fachliteratur nicht als etablierter Terminus auf; dort werden metallisierte Substrate und technische Folien unter anderen Bezeichnungen geführt. Hersteller und Verarbeiter sollten den Begriff daher klar dem NFC-/RFID-Segment zuordnen und ihn nicht mit metallisierten Bedruckstoffen für konventionelle Etiketten verwechseln.