PET (Polyethylenterephthalat)

Polyethylenterephthalat (PET) ist ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der durch Polykondensation aus Terephthalsäure und Ethylenglykol hergestellt wird. Als teilkristalliner Thermoplast existiert PET in einer kristallinen (PET-C) und einer amorphen Variante (PET-A). Zu seinen charakteristischen Eigenschaften zählen hohe Zugfestigkeit, Dimensionsstabilität, Temperaturbeständigkeit, chemische Beständigkeit sowie eine gute Transparenz und Oberflächengüte.

Für die Folienherstellung wird PET in der Schmelze extrudiert und zu dünnen, stabilen Folien verarbeitet. Da PET ein thermoplastisches Material ist, kann es mehrfach geschmolzen und umgeformt werden, was auch sein Recycling zu neuen Folien und Produkten ermöglicht. Für PET-Folien gilt die internationale Norm ISO 13636, die Anforderungen und Prüfverfahren für nicht ausgerichtete PET-Folien definiert. Zur Qualitätsbewertung des Materials – insbesondere beim Einsatz von Recycling-PET – kommen zusätzlich Prüfnormen wie EN ISO 1183-1 zur Dichtemessung und ISO 1628-5 zur Bestimmung der intrinsischen Viskosität zum Einsatz.

Im Etikettendruck gehört PET zu den wichtigsten Kunststoffmaterialien überhaupt. PET-Folien werden als Etikettenträger bevorzugt eingesetzt, wenn die Anforderungen an Temperaturbeständigkeit, mechanische Belastbarkeit oder chemische Resistenz die Möglichkeiten von Papier oder einfacheren Polyolefinfolien übersteigen. Typische Anwendungsfelder sind technische, industrielle und exponierte Verpackungsanwendungen, einschließlich Lebensmittelverpackungen, wo Etiketten dauerhaft lesbar und formstabil bleiben müssen. Für den Druck auf PET-Etikettenfolien werden unter anderem Laserdrucker eingesetzt; eine manuelle Nachbeschriftung mit Folienschreibern ist ebenfalls möglich. Im Sortiment sind PET-Folien in der Regel in Weiß und Transparent erhältlich, was unterschiedliche Design- und Kennzeichnungsanforderungen abdeckt.

Für Etikettenher­steller bedeutet die Wahl von PET als Trägermaterial eine Anpassung in der Drucktechnologie, etwa bei der Toner- und Druckerauswahl, sowie die Berücksichtigung werkstoffspezifischer Normen in der Qualitätssicherung. Käufer und Anwender profitieren von einem Etikettenmaterial, das hohe Temperaturen ohne Verformung verträgt und auch unter mechanischen oder chemischen Belastungen seine Funktion behält. Werden PET-Etiketten als Teil eines Verpackungssystems mit Lebensmittelkontakt bewertet, sind migrationsbezogene Grenzwerte einzuhalten – für die Gesamtmigration gilt ein Grenzwert von 10 mg pro dm² Verpackungsoberfläche, den PET-Materialien in der Praxis deutlich unterschreiten.