rPET steht für recyceltes Polyethylenterephthalat und bezeichnet PET-Kunststoff, der aus bereits verwendeten PET-Produkten durch Recycling zurückgewonnen wird. Das Material ist kein eigenständiger Kunststofftyp, sondern chemisch identisch mit konventionellem PET – der Unterschied liegt ausschließlich im Ursprung des Rohstoffs.
Die Herstellung von rPET beginnt mit dem Sammeln gebrauchter PET-Verpackungen, die anschließend sortiert, gereinigt, zerkleinert, aufgeschmolzen und zu neuem PET-Material aufbereitet werden. Dieser Prozess schließt den Materialkreislauf und schont primäre Rohstoffe. Unter bestimmten Voraussetzungen kann rPET auch für lebensmitteltaugliche Anwendungen eingesetzt werden, wenn die entsprechenden Sicherheits- und Hygieneanforderungen erfüllt sind. In seiner Qualität und Strapazierfähigkeit soll rPET mit neu produziertem PET vergleichbar sein.
Im Etikettendruck wird rPET als nachhaltiges Substrat eingesetzt, also als Folienmaterial, aus dem Etiketten gefertigt werden. Es ist damit kein Druckverfahren, sondern ein Werkstoff, der als Trägerfolie in der Etikettenproduktion Verwendung findet. Hersteller von Etiketten nutzen rPET, um recycelte Materialien in den Produktionsprozess zu integrieren und einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. Für Käufer von Etiketten bedeutet das konkret, dass ein Etikett auf rPET-Basis funktional vergleichbare Eigenschaften bieten kann wie ein Etikett aus neuem PET-Material.
Allerdings ist die Materialwahl beim Etikettendruck kein isolierter Entscheid: Das gewählte Substrat muss mit dem Druckverfahren, dem eingesetzten Klebstoff und dem zu etikettierenden Untergrund abgestimmt sein. So eignet sich etwa für PET- und Glasflaschen eine spezielle Polypropylenfolie in Verbindung mit einem passenden Klebstoffsystem – ein Hinweis darauf, dass rPET nicht in jedem Etikettensystem automatisch die richtige Wahl ist. Welches Material tatsächlich zum Einsatz kommt, hängt von der jeweiligen Kombination aus Flasche oder Verpackung, Etikett und Haftvermittler ab.
Für Etikettenentscheider ist rPET vor allem dann relevant, wenn Nachhaltigkeitsziele in die Materialauswahl einfließen sollen. Der Einsatz recycelter Folienmaterialien wird ausdrücklich als Beitrag zu Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft beschrieben. Konkrete Normnummern oder verbindliche Vorschriften speziell für rPET im Etikettendruck benennen die verfügbaren Quellen nicht; es gilt jedoch, dass rPET denselben allgemeinen Standards unterliegt wie andere Verpackungsmaterialien.