Ein Hologrammetikett ist ein selbstklebendes Etikett aus Folie oder Papier, dessen Oberfläche ein holografisches Muster trägt und dadurch einen mehrfarbig schillernden optischen Effekt erzeugt. Technisch handelt es sich in der Regel um ein Prägehologramm auf dünner Kunststofffolie, das sowohl für Sicherheitszwecke als auch zur Dekoration eingesetzt wird. Der charakteristische Effekt entsteht, weil ein in die Folienoberfläche eingeprägtes Interferenzmuster das Licht je nach Blickwinkel unterschiedlich bricht und so dreidimensionale oder dynamisch farbwechselnde Eindrücke erzeugt.
Die Herstellung der holografischen Struktur durchläuft mehrere spezialisierte Prozessstufen: Zunächst wird im sogenannten Mastering das Interferenzmuster des gewünschten Motivs mit Laser auf einem Fotomaterial aufgezeichnet. Anschließend entstehen im Electroforming-Verfahren metallische Prägewerkzeuge, die sogenannten Shims, durch elektrogalvanische Abscheidung. Mit diesen Werkzeugen wird die Mikrostruktur in eine dünne Kunststofffolie eingeprägt und rückseitig mit einer reflektierenden Metallschicht, zumeist Aluminium, versehen. Der gesamte Produktionsprozess erfordert hochtechnisierte Maschinenparks und spezialisiertes Know-how, was Hologramme grundsätzlich schwer nachzuahmen macht und ihren Wert als Fälschungsschutz begründet.
Für den Etikettendruck sind Hologrammetiketten auf zwei Wegen relevant. Erstens stehen holografische Folien als fertige Etikettensubstrate zur Verfügung, typischerweise metallisierte Polypropylenfolien von etwa 40 Mikrometer Stärke, die anschließend im Digital-, Flexo- oder Offsetdruck mit Logos, Texten, Grafiken oder fortlaufenden Nummern bedruckt werden. Zweitens können Hologramme als Heißprägefolie lokal auf bereits bedruckte Etiketten aufgebracht werden. Nach der Druckverarbeitung werden die Etiketten gestanzt und als Rollenware konfektioniert, was sie mit gängigen Etikettiermaschinen und Spendesystemen kompatibel macht.
In der Praxis kommen Hologrammetiketten überall dort zum Einsatz, wo Fälschungsschutz und visuelle Aufmerksamkeit gleichzeitig gefragt sind: als Sicherheits- und Siegeletiketten auf Elektronik, Luxuswaren und Markenartikeln, als Originalitätsnachweise auf Verpackungen sowie zur optischen Aufwertung von Konsumgütern und Promotionsartikeln. Die metallisierten PP-Folien sind zudem reißfest, wasser- und ölbeständig, was die Haltbarkeit der Kennzeichnung unter anspruchsvollen Bedingungen verbessert. Wer Hologrammetiketten in die Produktion einplant, muss gegenüber Standardetiketten höhere Materialkosten und zusätzliche Prozessschritte einkalkulieren; bei größeren Auflagen sinken die Stückkosten durch die Eignung des Prägefahrens für die Massenproduktion jedoch deutlich.