Der PZN-Code, kurz für Pharmazentralnummer, ist ein bundeseinheitlicher Identifikationsschlüssel für Arzneimittel, Medizinprodukte und andere apothekenübliche Produkte in Deutschland. Die Nummer besteht aus acht Stellen, genauer gesagt aus sieben Ziffern plus einer Prüfziffer, und kennzeichnet ein Produkt eindeutig nach Bezeichnung, Darreichungsform, Wirkstoffstärke und Packungsgröße. Im Barcode-Kontext wird die PZN technisch als Code 39 umgesetzt.
Die Darstellung auf der Verpackung folgt klaren Konventionen: Der Schriftzug „PZN“ selbst ist nicht Bestandteil des Strichcodes, sondern erscheint als Klartext neben dem Barcode. Der eigentliche Code beginnt mit einem führenden Minuszeichen, das gemäß ISO/IEC 15418 beziehungsweise ANSI MH10.8.2 als Erkennungsmerkmal dient. Für den Code 39 selbst gilt die Norm ISO/IEC 16388. Die IFA, die Informationsstelle für Arzneispezialitäten, lässt seit dem 9. Februar 2019 in bestimmten Fällen auch die ausschließliche Darstellung im Data Matrix Code zu. Fällt der Code 39 weg, muss die PZN dennoch in Klarschrift mit dem Kurzbezeichner „PZN: “ auf der Verpackung erscheinen. Die Kennzeichnungspflicht ist rechtlich verankert: § 300 SGB V regelt die grundsätzliche Kennzeichnungspflicht, § 131 SGB V schreibt das Aufbringen auf die äußere Umhüllung vor. In der pharmazeutischen Lieferkette dient die PZN der maschinellen Identifizierung und elektronischen Weiterverarbeitung.
Für den Etikettendruck hat die PZN konkrete und verbindliche Konsequenzen. Etiketten für pharmazeutische Produkte müssen barcodefähig sein und auf die korrekte Codierung nach Code 39 ausgelegt sein, da eine fehlerhafte oder unleserliche Darstellung nicht nur technische, sondern auch rechtliche Folgen hat. Hersteller pharmazeutischer Produkte sind verpflichtet, die PZN in Klartext und gegebenenfalls als Barcode korrekt aufzubringen. Wer Etiketten für diesen Anwendungsbereich beschafft oder produziert, muss sicherstellen, dass die eingesetzten Materialien, Druckverfahren und Drucksysteme die Anforderungen der pharmazeutischen Kennzeichnungsvorgaben erfüllen. Code-39-Barcodes werden laut einschlägigen Quellen ausdrücklich für Etikettendruck, Reporting und Datenerfassung eingesetzt, können also mit verschiedenen gängigen Drucktechnologien erzeugt werden. Entscheidend ist, dass die Druckqualität eine zuverlässige maschinelle Lesbarkeit gewährleistet, da der Barcode in der gesamten Lieferkette des Gesundheitswesens als primäres Identifikationsmerkmal genutzt wird. Wer Etiketten für Arzneimittelpackungen auswählt oder in Auftrag gibt, sollte daher die Normkonformität des Barcodedrucks und die vollständige Klarschriftdarstellung als Mindestanforderungen betrachten.