UPC-E

UPC-E ist eine komprimierte Variante des UPC-A-Strichcodes und gehört zum GS1-System zur Kennzeichnung von Handelsartikeln. Der Code bildet dieselbe GTIN-12 (Global Trade Item Number) ab wie UPC-A, benötigt dafür jedoch deutlich weniger Druckfläche. In der menschenlesbaren Darstellung umfasst UPC-E insgesamt acht Ziffern: ein Zahlensystempräfix, sechs Datenziffern und eine Prüfziffer.

Das Grundprinzip von UPC-E beruht auf der sogenannten Nullunterdrückung, englisch „zero suppression“: Bestimmte führende und nachfolgende Nullen der zwölfstelligen UPC-A-Struktur werden weggelassen, wodurch der Code auf sechs Nutzstellen verkürzt wird. Beim Scannen rekonstruiert der Scanner intern die vollständige zwölfstellige GTIN-12, sodass UPC-E mit bestehenden Warenwirtschafts- und Kassensystemen vollständig kompatibel bleibt. Wie UPC-A ist UPC-E eine eindimensionale, lineare Barcode-Symbolik, die ausschließlich numerische Zeichen von 0 bis 9 codiert und denselben Mod-10-Algorithmus zur Prüfzifferberechnung verwendet. Die Vergabe gültiger UPC-E-Codes setzt eine Registrierung beim jeweiligen GS1-Mitgliedsunternehmen voraus, da UPC-E keine eigenständige Nummernvergabe kennt, sondern stets eine alternative Darstellungsform einer bestehenden GTIN-12 darstellt. Eingesetzt wird UPC-E hauptsächlich im Einzelhandel in Nordamerika sowie in einigen weiteren Ländern wie Großbritannien, Australien und Neuseeland.

Für den Etikettendruck ist UPC-E besonders dann relevant, wenn sehr kleine Verpackungen oder Etiketten gekennzeichnet werden müssen, auf denen ein vollständiger UPC-A-Code physisch keinen Platz findet. Typische Anwendungen sind kleine Süßwarenriegel, Kosmetikartikel oder andere Produkte mit stark begrenzter Druckfläche. Etikettendesigner und Drucklösungen bieten UPC-E als auswählbaren Symbologietyp an; gängige Etiketten-Layoutsoftware sowie Barcode-Generatoren unterstützen die Ausgabe als Vektordatei (PDF, EPS, SVG) oder Rastergrafik (PNG) für professionelle Druckworkflows. Gedruckt wird UPC-E mit denselben Verfahren wie andere lineare Barcodes, also etwa mit Thermo- und Thermotransferdruckern für Etiketten sowie im Digital- oder Offsetdruck auf Faltschachteln und flexiblen Verpackungen. Druckereien müssen dabei sicherstellen, dass ausreichend Kontrast zwischen Strichen und Hintergrund, korrekte Strichbreiten und die vorgeschriebenen Ruhezonen eingehalten werden, um zuverlässige Lesbarkeit an POS-Scannern zu gewährleisten. Im Artwork- und Freigabeprozess ist zudem zu prüfen, ob gemäß den Handels- und GS1-Vorgaben UPC-A oder UPC-E verwendet werden darf, da beide Darstellungsformen nicht beliebig austauschbar eingesetzt werden. Die kompakte Bauform von UPC-E eröffnet Etiketten- und Verpackungsgestaltern gestalterischen Freiraum auf kleinen Formaten, ohne auf eine normkonforme, maschinenlesbare Kennzeichnung verzichten zu müssen.