Cellophan – korrekt als Cellulosehydrat oder Zellglas bezeichnet – ist eine dünne, farblose und transparente Folie aus regenerierter Cellulose. Der Begriff „Cellophan“ war ursprünglich ein Markenname der Kalle & Co. AG/Hoechst; im Fachbereich hat sich jedoch die Bezeichnung Cellulosehydrat bzw. Zellglas durchgesetzt. Als pflanzenbasierter Biokunststoff wird das Material aus Holzpulpe gewonnen, die über den Viskose-Prozess – eine Behandlung mit Schwefelkohlenstoff und Natronlauge – zu einer reinen, transparenten Folie verarbeitet wird.
Das Ausgangsmaterial zeichnet sich durch hohen Glanz und Transparenz aus, ist jedoch wasserdampfdurchlässig und zeigt das charakteristische Knisterverhalten, das viele mit Cellophanverpackungen verbinden. Reines Zellglas ist biologisch abbaubar und kompostierbar; es kann auch mit Altpapier entsorgt werden. Wird die Folie jedoch beschichtet, verliert sie diese Eigenschaften: Beschichtetes Zellglas ist nicht mehr vollständig biologisch abbaubar und verhält sich bei der Verbrennung ähnlich wie erdölbasierte Kunststoffe. Im Lebensmittelbereich gilt Cellulosehydrat als eines der ältesten Folienmaterialien für Verpackungen mit direktem Lebensmittelkontakt.
Für den Etikettendruck ist Cellophan in zwei Zusammenhängen relevant. Erstens kann Cellophanfolie direkt bedruckt und als transparente Verpackungsfolie oder Etikett eingesetzt werden – insbesondere dort, wo Durchsichtigkeit erwünscht ist, etwa bei Sichtfenstern oder Produkten, bei denen das Druckbild durch die Folie hindurch wirken soll. Zweitens – und im industriellen Druckbereich deutlich etablierter – bezeichnet der Begriff „Cellophanierung“ eine Folienkaschierung als Druckveredelung: Dabei wird ein Druckerzeugnis ein- oder beidseitig mit einer hauchdünnen Folie beschichtet. Diese Kaschierung verleiht der Oberfläche eine edle Optik, eine angenehme Haptik sowie zusätzlichen Schutz vor Abrieb, Verschmutzung und äußeren Einflüssen, was die Haltbarkeit der bedruckten Oberfläche deutlich erhöht. Für Etikettenhersteller und -käufer bedeutet dies konkret: kaschierte Etiketten bieten im Vergleich zu unkaschiertem Druckmaterial eine höhere Widerstandsfähigkeit im täglichen Gebrauch. Die Verarbeitung erfolgt über Kaschier- bzw. Cellophaniermaschinen, die die dünne Folienschicht auf den Bedruckstoff auflaminieren.
Wer Cellophan als Etikettenmaterial oder Kaschierfolie in Betracht zieht, sollte die Frage der Beschichtung früh klären: Unbeschichtetes Zellglas bietet Nachhaltigkeitsvorteile, ist aber empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit; beschichtete Ausführungen schützen besser, schränken jedoch die Kompostierbarkeit ein. Diese Abwägung ist besonders im Lebensmittel- und Nachhaltigkeitsbereich entscheidend.